Veranstaltungen-Rückschau 
2017  

Am Freitag, 6. Oktober, 19.30 Uhr, Bürgersaal

"Vom Schmetterling leben lernen"

Vortrag mit spirituellem Hintergrund

Referent ist Karl Laux

Schmetterlinge als Mutmacher

Erstaunlich viel Schönheit und Sinnbild bietet uns die Welt der Schmetterlinge. Die Idealform des Goldenen Schnitts findet sich in jedem Schmetterlingsflügel, die schönere Oberseite leuchtet zwar seltener auf, jedoch umso faszinierender, lehrreicher und respektabler.
Dies zeigte beim Vortragsabend "Vom Schmetterling leben lernen?" mit spirituellem Hintergrund in Wort und Bild Pfarrer i.R. Karl Laux. Mit seinen intensiven fotografierten Studien illustrierte er das Naturgesetz, an dem wir alle teilhaben: Leben heißt sich wandeln.
Das Schmetterlingsleben beginnt beim befruchteten Ei und führt aufwendig über fraßbestimmtes Raupendasein und konzentrierte Verpuppung zur "Imago". Diese Wegbeschreibung verallgemeinernd belegt: Leben fängt klein, gefährdet und risikoreich an, entwickelt sich vielfältig, weltergreifend und individuell, verwandelt sich weiter zur inneren Reife und erreicht in abschiedlicher Trennung die Phase des bewunderten Schmetterlings, zu 90% jedoch als wenig beachteter Nachtfalter! Zum Gelingen dieser Biografie braucht's viel glückliche Umstände, vom günstigen Biotop mit geeigneten Wirtspflanzen bis zum tapfer und zielsicher eingesetzten eigenen Kraft- und Zeitaufwand. Es gilt dabei nicht siegreich das Ziel zu erreichen, sondern einfach dabei zu sein. Raupen enden in der Puppe, Schmetterlinge schlüpfen daraus ins Freie, sind die "Blumen der Lüfte" und zielen auf hochzeitliche Vereinigung - die Ursehnsucht aller Geschöpfe nach Heimat und Liebe. Können uns Menschen die Schmetterlinge den Weg aufwärts zur Verwandlung weisen?


Walter Kern

 

 

Sonntag,10.09.2017

10. Ortsrundgang in Grunbach mit Hermann und Rosemarie Kull

 

Einst und jetzt

Am Tag der Denkmalpflege ins Museum oder ins Gelände? Am besten ein Erkundungsgang im Dorf und eine Museums-Hocketse - mit Albverein und Museumsverein bei schönstem Sonnenschein! Über 100 Interessenten ließen sich zum zehnten Ortsrundgang einladen.
Hermann Kull, Grunbacher Heimatkundiger, führte ins historische Herz am Grunbach - entlang der "Staig", einst Serpentinenweg bergauf, bis 1907 die Buocher Straße gebaut wurde. Unterwegs gab's krasse Veränderungen zu bestaunen:
Seit 1963 verschwunden sind unterhalb der Kirche drei Häuser, auch das des legendären "Kirchenbecks". Von der 1716 als "Hakenhof" erbauten großen "Kaplanei" zeugt das Pfarrhaus. Ältestes Grunbacher Bauwerk ist die Stützmauer der Kirche, errichtet ums Jahr 1100. Wo einst 1744-1956 eine Ölmühle anfangs mit Göpel, später elektrisch betrieben wurde, floß auch das Wasser vom Schulbrunnen zum Grunbach. Dort stand im 11.-15. Jh. die erste Mahlmühle mit Mühlkanal, ehe man neue Mühlen talauf an einem Stausee baute. Als neue "Wartmühle" war sie ab 1830 aufs Restwasser von oben angewiesen. Der Müller Nikolai Knauer kam 1596 als Migrant aus Schlesien, sein Enkel wurde Urahn des frommen Besitzerclans, abgelöst 1859 von Familie Rommel. Eigene Geschichte hat u.a. das "Weiße Haus" der Nazarener-Sekte mit Internatsschule von 1850-1867, die Müllersche Private Krankenpflege 1866-1936 unterm Pfeifferle und die "Krone" samt der bachseitigen Olgastraße.
Anschließend lockte der Museumsverein zur Kaffeezeit im Hof mit köstlichen Kuchen und Getränken und im Haus mit Schmetterlingen in die Sonderausstellung.
Walter Kern

Fr. 31.3.2017

"Der schwäbische Himmel - Die Reformation in Württemberg, Geschichten zur Geschichte"

Vortrag von Hans-Dieter Frauer

Bürgersaal, Schillerstr. 30 Remshalden-Grunbach

Luther staunte von ferne über Württemberg

Wären da nicht die beunruhigend schlüssigen Vergleiche zur aktuellen Weltlage gewesen, der Vortragsabend des Museumsvereins im Bürgerhaus trüge zu recht "nur" das Prädikat "unterhaltsam und informativ". Der Referent würzte aber seine kundige geschichtliche Rückschau auf die Reformation in Württemberg und ihre Folgen humorig mit Gegenwartsbezug und Zukunftsaussichten. Mancher Publikums-Lacher im gut besetzten Saal brach betroffen ab.

Hans-Dieter Frauer, Autor des Buches "Der schwäbische Himmel", schilderte den Sonderweg Alt-Württembergs zu einer liebenswerten evangelischen Insel in "altgläubigem" Umland und erklärte damit typisch schwäbische Prägungen in Sprache und Tun. Zuvor deutete er das Zeitalter der Reformation aus politisch-sozialen Umbrüchen seit dem 15. Jh., als 1452 Konstantinopel türkisch und 1492 Amerika entdeckt wurde. Unerhört Neues irritierte die Menschen, veränderte Machtverhältnisse, förderte Wissenschaft und Technik, verursachte Weltuntergangsstimmung und Angst ums Seelenheil. Die Frage nach einem gnädigen Gott peinigte auch den Mönch Martin Luther, der 1517 seinen vorgesetzten Bischof in 95 lateinischen Thesen auf kirchliche Missstände hinwies und die Welt veränderte - die Reformation blühte durch Bibel, Buchdruck, Bekenntnis, während die Reichsfürsten mächtiger als Kaiser und Papst wurden. Auch in Alt-Württemberg, wo der gewalttätige, vertriebene, geläutert zurückgekehrte Landesfürst Ulrich, sein Sohn Christoph und Nachfolger das armselige Herzogtum zu einem Vorzeigeländle mit schwäbischem Himmel machten.

Walter Kern

Mitgliederversammlung

Mi. 05.04., 19.30 Uhr
im Landgasthof Hirsch, Grunbach

 

Zufrieden und zügig auf Zukunft gerichtet

Einmal im Jahr dreht sich auch beim Museumsverein Remshalden alles ums eigene Selbst, nämlich bei der Jahresmitgliederversammlung, wo es am 6. April zum siebzehnten Mal in der Vereinsgeschichte förmlich, informativ, zügig, zufrieden, zukunftsgerichtet zur Sache ging.
Nach kompaktem Rückblick auf Ausstellungen und Veranstaltungen 2016 gab's einen Ausblick auf Zukunftspläne 2017, das nächste spektakuläre Ziel fest im Auge - die Eröffnung der Dauerausstellung im Oberstock.
Dazwischen Rapport, Revision, Ruhm und Ruf zum Weitermachen - auch durch Wiederwahl: Unter dem Beifall der versammelten Mitglieder dankte Vorstandsmitglied Dorothee Beierl der wiedergewählten Vorsitzenden Irmgard Fischer für ihr nimmermüdes Engagement im erfolgreichen Zusammenwirken mit vielen Aktiven.
Einige Ehrenamtliche stachen aus der gelobten Schar hervor: Hermann und Rosemarie Kull, Spezialisten für digitalisierte Familienforschung, dehnen ihren Spürsinn remsaufwärts aus: das "Grunbacher Ortsfamilienbuch" soll aus Geradstettener Kirchenbüchern Remshaldener Zuwachs bekommen. Und zum 10. Mal findet ihr historischer Ortsrundgang statt. Renate Winkelbach ist mit ihrem Ausstellungskonzept zur fünfteiligen Ortsgeschichte im 2. Stock des Museums soweit, dass in Bälde die Einrichtung fertig wird. Rudolf Seibold, Organisator des Museumsdiensts meldet für 2016 lückenlose Sonntagsöffnungen und Besucherinteresse. Das erfolgreiche Projektteam "Junges Museum" (Angelika Papzien, Dorothee Beierl) plant Fortsetzungen für Kinder... Man darf auf Weiteres gespannt sein.
Walter Kern

Do. 18. Mai, 19.30 Uhr
im Bürgersaal,
Schillerstr. 30

Vom Kirchenbuch zum Internet
Das Ehepaar Hermann und Rosemarie Kull bietet Anregungen und
Einstiegshilfe für Familienforscher und alle die es werden wollen


Wie geht Ahnenforschung?

Den Weg "vom Kirchenbuch zum Internet" beschrieben die passionierten Forscher Rosemarie und Hermann Kull in einem informativen Vortrag im Bürgersaal.
"Wo komme ich her?" "Wie haben meine Vorfahren gelebt?" Diese Fragen beschäftigen immer mehr Menschen. Kein Zweifel: Ahnenforschung boomt! Sie kann süchtig machen, so Hermann Kull, aber "man muss auch bisweilen dicke Bretter bohren". Am Anfang steht die mündliche Überlieferung in der Familie, standesamtliche Akten gibt es erst seit 1875, davor ist man auf Kirchenbücher angewiesen, die alle Personenstandsfälle aufzeichneten.
Güter- und Zinsverzeichnisse können weiterhelfen, ebenso Gerichtsakten oder Kirchenkonventsprotokolle. Letztere sagen oft viel aus über Sitten und Moralvorstellungen der Zeit; alte Inventarlisten von Eheschließungen und Erbfällen zeigen die Verteilung von Reichtum und Armut.
Im Computerzeitalter geht vieles leichter: Karteikarten werden ersetzt durch Masken im PC; Zugriff, Aufbereiten und Sortieren der Daten geht somit viel schneller. Und im Internetzeitalter kann man sich auch die Reise in ferne Archive sparen: Internetportale (etwa von der EKD) machen Kirchenbücher auf Mikrofilm sichtbar. Auch Sekundärquellen (Abschriften, Drucksachen) sind im Internet erschlossen, wo man sich auch mit Gleichgesinnten per Mail austauschen kann. Dennoch bleiben manche Schwierigkeiten: z.B. unklare Zeitangaben (z.T. noch aus vorgregorianischer Zeit), unleserliche Schriften, differierende Namensschreibungen.Hier hilft, so Hermann Kull, nur eines: üben, üben, üben.
Jürgen Kuhnle

So. 21. Mai
Internationaler
Museumstag

Das Museum war von 11 bis 17 Uhr geöffnet
Um 11.30 Uhr und um 15 Uhr boten wir Museumsführungen an.

Außerdem konnte die Holderausstellung von Hartmut Frank in der Lindenstr. 10 ebenfalls von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden.

13. Juni

Spenden sehr willkommen

Im Dachgeschoss des Museums tut sich zurzeit einiges: Die geplante Dauerausstellung zur Ortsgeschichte nimmt Gestalt an. Die "Grundmöblierung" und der grundlegende Geschichtsrahmen für alle Ortsteile steht. Doch das äußerst knappe Budget lässt für eine vertiefende und zeitgemäße Präsentation durch Medien keinen Spielraum zu. Diese notwendige Ebene einer modernen Vermittlung der vielschichtigen und inhaltlich bereits erschlossenen Historie unserer Ortsteile bliebe dem Museumsbesucher somit verborgen. Gleiches gilt für die in der Konzeption geplante Film/Bild-Medienwand (Groß-Bildschirm mit Touchscreen), die dem Besucher Augenblicke des Dorflebens durch Bild und Film lebendig werden lässt. Hier pflegt der Museumsverein schon lange ein Archiv, das nur durch solche Medien der breiten Öffentlichkeit zugänglich wird.

Der Verein war deshalb hocherfreut, dass die Volksbank Stuttgart die Bitte um einen Zuschuss zur Anschaffung von Medien wohlwollend erhörte: Die Filialgebietsleiterin Gabriele Gabriel überreichte dem Museumsverein am 13.6. einen Scheck über 1.000 Euro. Der Vorstand bedankt sich ganz herzlich bei der Volksbank Stuttgart für diese großzügige Spende, auf die in der Ausstellung an exponierter Stelle hingewiesen wird.

Zu begrüßen wäre, wenn das Beispiel Schule macht und weitere großzügige Spender dazu beitragen, dass das ausgesprochen stimmige Gesamtkonzept "Ortsgeschichte" vollends umgesetzt und der noch ausstehende Themenbereich "Heimat" abgeschlossen werden kann.
Irmgard Fischer

875 Jahre Grunbach - Bilderschau zum Gemeindejubiläum

am 2. und 9. Juli

Erste urkundliche Erwähnung Grunbachs: In einer Urkunde des Klosters Denkendorf aus dem Jahr 1142 trat ein Conradus de Conronbach als Zeuge auf.

Der Museumsverein Remshalden stellte aus diesem Anlass eine Bilderschau zusammen, die am Sonntag des Straßenfestes, 2.7.17, sowie am 9.7.17 im Museum zu sehen war und auf großes Interesse stieß.


"Grunbach, der Flecka und seine Bürger"
so lautete der Titel des historischen Rundgangs auf dem die Besucher virtuell in Alt-Grunbach auf Streifzug gehen konnten.


Vom Kirchplatz, der im Herzen des Ortskerns Schauplatz vieler Ereignisse war, begab man sich die Schillerstraße hinunter: an der Oberen Kelter, am "Elefanten", dem Kinderschüle, dem Schuhmacher-Fischer, der Apotheke vorbei bis zur Schmiede mit einem Abstecher zum Café Seibold und zum Rössle. Weiter ging es vom Öttinger bis zum Pappelschlössle und über die Olgastraße, die vor allem durch die große Sanierung während der 1970er Jahre ihr Gesicht stark veränderte - zurück zum Kirchplatz.

Die zweite Etappe führte durch die Bahnhofstraße über die zweispurige B-29 und die alte Remsbrücke zum 1961 abgebrochenen Bahnhof. Nach Überquerung des beschrankten Bahnübergangs kam die neue Kirche St. Michael mit dem umgebenden Neubaugebiet in Sicht.

Aber nicht nur die alten Straßenansichten - auch die Einwohner und ihre Aktivitäten traten in Erscheinung: Konfirmanden, Hochzeits- und Festzüge, Feuerwehrübung … bis hin zu einem Trauerzug, der auf der Schillerstraße hinauf zum alten Friedhof unterwegs war.

Gut möglich, dass der Museumsverein bei passender Gelegenheit den bebilderten Rundgang wiederaufleben lässt.

14. Juli, im Bürgerhaus

Auftaktvortrag zur Wanderausstellung

"Schmetterlingsland Badenwürttemberg?!
Schmetterlingsschutz ist Ökosystemschutz"

Referent: Dr. Manfred Hennecke

Das Verschwinden der Schmetterlinge - ein Menetekel!

Die Auftaktveranstaltung zur Wanderausstellung "Schmetterlingsland Baden-Württemberg" geriet am Freitagabend im Bürgerhaus zum beunruhigenden Ereignis.
Der Referent Dr. Manfred Hennecke, promovierter Biochemiker und langjährig ehrenamtlich tätiger Naturschutzbeauftragter im Rems-Murr-Kreis, setzte ein alarmierend dickes Fragezeichen hinter den Titel! Denn Schmetterlinge werden auch bei uns im Land seltener. Grund ist der Schwund biologischer Vielfalt in der Natur. Die Schmetterlinge mit ihrer komplizierten Entwicklung aus Ei, Raupe, Puppe zum Falter benötigen jeweils artenspezifisch unterschiedliches Futter in jeder Phase. Dieses bieten ihnen fast nur noch kleine Naturschutzgebiete. Doch vereinzelte Biotope funktionieren nicht. Ein Mosaik zusammenhängender vielfältiger Biotope fehlt. Und im Gesamtsystem der Natur ist bereits mehr kaputt.
Landwirtschaftlicher Egoismus verwendet weltweit gezielt hochwirksame Gifte, die das komplizierte biologische Zusammenwirken z.B. in der Symbiose von Wurzelwerk und Pilzgeflecht (Mykorrhiza) zerstören. Je mehr der Boden deshalb verarmt, desto mehr wird einseitig gedüngt und gespritzt. Doch Pilze vertragen kein Nitrat, das bedeutet schleichenden Tod der Pflanzenwelt. Dazu kommt die höchst schädliche Immission und Deposition durch Luftschmutz.
Je mehr Glieder wir aus der Kette der Biodiversität entfernen, desto härter trifft uns Menschen die katastrophale Verarmung des Erdbodens, der Tier- und der Pflanzenwelt. Handlungsbedarf zur Umsteuerung besteht jetzt. Sonst wird's zu spät.
Walter Kern

2. August

 

Spiel, Spaß und Wissenswertes

gab es für die zehn munteren Kinder, die am 2.8. im Ferienprogramm ins "Schmetterlingsland" gekommen waren.

Im Museum suchte sich jedes einen Falter aus, den es in der Ausstellung zu suchen und zu malen galt, sie erlebten die „Geburt“ eines Pfauenauges in einem kurzen Film, erfuhren, was eine Schmetterlingstankstelle ist …

Und schließlich wurden die jungen Besucher im Weltgarten von einem „Admiral“ begrüßt und freuten sich über das Insektenhotel und den Cola-strauch. Nur die Frösche im Teich wollten sich partout nicht zeigen - auch ihnen war wohl die Sonne zu heiß!

Irmgard Fischer


 


2016

So. 11.9., Tag des offenen Denkmals

Historischer Spaziergang mit Hermann und Rosemarie Kull

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Schwäbischen Albverein


Weinbau - Keltern - Keller

Auf rund 1000 Jahre schätzt man die Tradition des Weinbaus in Grunbach und für einen kurzen Überblick konnte man sich keine kompetenteren Führer wünschen als das Ehepaar Rosemarie und Hermann Kull. Nun muss man sich den Weinbau in vergangenen Zeiten ganz anders vorstellen als heute. Zunächst gingen die Weinberge viel näher ans Dorf. Wenige Großgrundbesitzer sind überliefert: das Kloster Lorch, das Kloster Heidenheim a.H., das Haus Württemberg, sowie die Ortsgeistlichkeit. Die Weinbauern arbeiteten i.d.R. als Lehensabhängige, erst im 19. Jahrhundert wurden die Feudallasten abgelöst. Auch in der Technik spiegelte sich die Feudalordnung: den 1. Druck, d.h. den besten Wein bekam die Herrschaft, der letzte wurde zum Hauswein. Gepresst wurde mit riesigen Holzbäumen mit Steingewichten, und das seit dem 14. Jahrhundert am oberen Kelterplatz. Die untere "Lorcher Kelter", kam im 15. Jahrhundert dazu. Dies blieb die gängige Technik bis anfangs 20. Jahrhundert, ehe hydraulische Pressen zum Einsatz kamen. So z.B. in der unteren Kelter, die ab 1954 als Hauptkelter diente. Noch älter als die nicht mehr im Originalzustand erhaltenen Keltern sind die gemauerten Gewölbekeller, die auch die Wirren des 30-jährigen Krieges überdauert haben. Sie sind wohl auf das 14./15. Jahrhundert zu datieren - eine Blütezeit des Weinbaus in Grunbach. Reich wurde man als Wengerter allerdings nicht; dann schon eher als Weinhändler wie jener Amtmann, der sich im 18. Jahrhundert das stattliche "Olgastift" erbauen konnte.

Jürgen Kuhnle

Do. 23.6., 19.30 Uhr, Alte Kelter, Remshalden-Hebsack, Schwalbenweg 1

Vortrag und Lesung

Das g'scheite Minele und andere tüchtige Weibsleut'

Die Autoroin Dr. Karin de la Roi-Frey stellt in einem Spaziergang durch die Jahrhunderte verschiedene Frauenschicksale aus dem Remstal vor.

Über "Das g´scheite Minele und andere tüchtige Weibsleut" berichtete die Historikerin Dr. Karin de la Roi-Frey am vergangenen Donnerstag. Ihr besonderes Interesse gilt der Frauengeschichte aus der Region, und so hat sie in ihrem neuesten Buch 43 Kurzbiographien über bemerkenswerte Frauen aus dem Remstal zusammengetragen. Geschichten von bekannten und weniger bekannten Frauen, die es aber wert sind, sich ihrer zu erinnern. "Das g´scheite Minele" Wilhelmine Mayer war übrigens die Frau des großen Physikers Robert Mayer aus Heilbronn; er wurde bekannt - sie nicht: ein typisches Frauenschicksal im 19. Jahrhundert. Oder Anna-Maria Hahn, gebürtig aus Strümpfelbach. Sie stellte ihrem Ehemann, dem Erfinder und "Tüftler" Philipp Matthäus Hahn die nötigen Geldmittel für seine Erfindungen zur Verfügung. Bei der Geburt ihres 7. Kindes ist sie gestorben - zu jung. An ganz unterschiedliche Frauentypen erinnerte die Referentin, an erfolgreiche wie Christiane von Sturmfeder, die hochverehrte Erzieherin von Kaiser Franz-Josef, oder an Christiane Pregitzer, die 40 Jahre lang ein hartes, entbehrungsreiches Leben als Dienstmädchen führte. Viele Frauen haben keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen oder verschwanden ganz hinter ihren erfolgreichen Männern. Eine Ausnahme machte die Bürgermeistersgattin Luise Deile aus Grunbach, die in ihren Tagebüchern ein lebendiges Bild des dörflichen Alltags im 19. Jahrhundert zeichnete. Insgesamt ein informativer, amüsanter und auch nachdenklich machender Abend. Denn es sind nicht immer nur die Männer, die Geschichte machen.

Jürgen Kuhnle

20.5. und 22.5.

 

Sonderausstellung Fotogrfien aus dem Museumsarchiv

Rechtzeitg zum internationalen Museumstag präsentierte das Remshaldener Mueum eine Sonderausstellung: Fotogrfien aus dem Museumsarchiv - Das private Leben. Trotz des strahlenden Sonnenscheins war das Museum gut besucht. Die Exponate zeigen Remshadener Vorfahren als Kindergrten- und Schulkinder, als Brautpaare und in Familienbildern. Und so freuten sich Besucher, wenn sie jemanden aus ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis wiedererkennen konnten. Interessant ist die Ausstellung aber nicht nur für Einheimische, denn die Fotos zeigen auch Veränderungen in Gepflogenheiten und Zeitgeist des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Wie jedes Jahr zum Museumstag durfte man auch die Holder-Ausstellung von Hartmut Frank besuchen. Auch dort waren viele Interessierte anzutreffen.

Angelika Papzien

 

20.4.2016

Ortsfamilienbuch Grunbach 1558 - 1920: - nun ist es da!
Von besonderem Reiz für Alt-Grunbacher Familien, aber auch attraktiv für alle heimatkundlich Interessierten war ein gemeinsamer Informationsabend am 20. April im Paul-Gerhardt-Haus:
Öffentlich vorgestellt wurde das "Ortsfamilienbuch Grunbach 1558-1920", erschienen in 2 Bänden im BAG-Verlag Bärenfelser. Pfarrer Uwe Schaal begrüßte als Hausherr, Frau Irmgard Fischer für den mitveranstaltenden Museumsverein Remshalden. Verlegerin Dr. Claudia Greiner präsentierte die schmucken druckfrischen Bände. Bürgermeister Breiter und Pfarrer Schaal erhielten die ersten Exemplare überreicht.
Es sind die transkribierten, katalogisierten Inhalte der Grunbacher Kirchenbücher, die heute wohlverwahrt im Landeskirchlichen Archiv in Stuttgart lagern. Nun sind sie für Familienforscher bequem lesbar und hilfreich zugänglich gemacht worden. Blumen und viel bewunderndes Lob gab's für die Verfasser.
Das Ehepaar Hermann und Rosemarie Kull, bewährtes Grunbacher Hobby-Genealogenteam mit Profi-Qualitäten, liefert hier nach Vorarbeit von Bernd Söltner und assistiert von Uwe Riegel vom Museumsverein eine detektivische Fleißarbeit sondersgleichen: 24.634 Personen in 8.583 Familien systematisch dokumentiert, an 1.307 Orten erfasst und mit genauen Quellenangaben versehen - welch stolze Statistik!

Hermann Kull beleuchtete an Beispielen die Entzifferungs- und Zuordnungsprobleme bei den Handschriften, Schreibvarianten, Kalenderrechnungen, Fehlstellen. Und er erbrachte einen schönen Beweis für die Vorteile digitalisierter Dokumentation. Doch sein Vortrag war mehr als der Werkstattbericht über die Datenerfassung aus den pfarramtlichen Tauf-, Ehe- und Totenregistern des 16.-19. Jh. sowie den kommunalen Standesamtsakten ab 1876. Heimat- und Ortsgeschichte schien dahinter auf. Manch kurze Notiz markiert eine Dorftragödie. Manch knapper Aktenvermerk erklärt sich wechselseitig aus historischen Ereignissen, beispielsweise im Totenbuch (Seuchen, Mütter- und Kindersterblichkeit, Unfälle, Selbstmorde) oder in den Akten des örtlichen Kirchenkonvents (Disziplinarfälle, Ordnungswidrigkeiten).
Hermann und Rosemarie Kull krönen mit dieser Veröffentlichung "Ortsfamilienbuch Grunbach" nicht nur ihre Forschungen in der eigenen Verwandtschaft und im Ort. Sie bieten anderen Familienforschern und Neugierigen ihren Experten-Rat sowie methodische Tipps für erfolgversprechendes Aktenstudium an. "Woher komme ich, woher kommen wir? Das Herkunft-Interesse der Leute wächst", so haben sie beobachtet. Wer beginne, sich nach seinen Vorfahren zu erkundigen, könne damit gar nicht mehr aufhören. Insofern sind die Erkenntnisse und Anregungen der Eheleute Kull auch für die weitere Arbeit des Museumsvereins Remshalden von besonderem Wert und Gewicht.

Walter Kern

Do 7.4.16, 19.30

SV-Gaststätte Stegwiesenhalle Geradstetten

Erfolgreich weiter
Eine gestiegene Mitgliederzahl, eine erfreuliche Jahressumme von Museumsbesuchern, lückenlose 52 Sonntagsöffnungen des Museums mit 69 ehrenamtlichen Aufsichtsführenden, ein vierstelliges Plus in der Vereinskasse…: Lauter Erfolgsmeldungen schmückten den Jahresrückblick bei der Mitgliederversammlung 2016 des Museumsvereins Remshalden am 7. April in der SV-Gaststätte Stegwiesen. Vorsitzende Irmgard Fischer ließ in ihrem Rechenschaftsbericht übers Jahr 2015 die vielfältigen Vereinsaktivitäten bei Ausstellungen, Einzelveranstaltungen und bei der Museumsarbeit hinter den Kulissen Revue passieren. Die "Alltagskultur der 70er Jahre" mit Sonderveranstaltungen fand viel öffentliches Interesse. Neben traditionellen Terminen (Internationaler Museumstag, Tag des offenen Denkmals) glänzten die Vortragsabende mit Winfried Kübler, Hermann Kull, Dr. Jan Knauer und Manfred Munder. Besonders erfolgreich waren Orts- und Museumserkundungen mit Kindergartenkindern und Schülern. Das Projekt "Junges Museum" weist zukünftige Wege für die Museumsarbeit.
In seinem Grußwort zeigte sich Bürgermeister Stefan Breiter als Hausherr des Museums begeistert und dankbar für alle Dienste des Museumsvereins vor und hinter den Kulissen. Er ermunterte angesichts der beeindruckenden Jahresplanung für 2016 zum herzhaften Zugriff auf die Mittel für den Aufbau der ortsgeschichtlichen Dauerausstellung im Obergeschoss des Museums, aber auch zur Beteiligung des Vereins am Projekt Remstal-Gartenschau 2019.
Eine besondere Ehrung erfuhr Rudolf Seibold, der nach 16 Jahren Tätigkeit als stellvertretender Vorstandsvorsitzender um Entlastung gebeten hatte. Den Museumsdienst wird er aber weiterhin organisieren. Bei den fälligen Vorstandswahlen (im rollierenden System) wurden die stellvertretende Vorsitzende Dorothee Beierl, Schriftführer Walter Kern, Kassenwart Wolfgang Palmer und Beisitzer Hermann Seibold jeweils einstimmig auf 2 Jahre wiedergewählt; ebenso zum Beisitzer gewählt wurde Rudolf Seibold.
Walter Kern

So. 14.2.2016

im Museum

Führungen im Museum durch Hermann und Rosemarie Kull

Grunbachs Wandel vom Weingärtnerdorf zum Industriestandort
Die Anbindung an die Eisenbahn und das relativ früh verfügbare Stromnetz, das waren die zwei Standortfaktoren, die die Industrieansiedlung in Bahnhofsnähe in Schwung brachten. So begann Hermann Kull seine spannend vorgetragene Geschichte der Industrialisierung Grunbachs. Sie handelte von verpassten Chancen, empfindlichen Rückschlägen aber auch von geglückten Entwicklungen und erfolgreichen Unternehmerpersönlichkeiten. Anhand von großformatigen Fotografien wurden die räumlichen Zusammenhänge veranschaulicht. Eine erfreulich große Besucherzahl folgte am vergangenen Sonntagnachmittag interessiert dem attraktiven Vortrag, der auf dem fundierten Wissensschatz beruhte, den sich Hermann und Rosemarie Kull über Jahre hinweg erarbeitet haben.
Der Museumsverein bedankt sich ganz herzlich beim Ehepaar Kull für die sehr gelungene Veranstaltung. Bei der Fülle der Informationen ist es gut, dass man die Einzelheiten des Themas in ihrem Ende 2015 erschienenen Buch (Band VII) noch einmal nachlesen kann.
Das Buch "Grunbachs Wandel vom Weingärtnerdorf zum Industriestandort" liegt im Museumsshop zum Verkauf auf - wie schon die vorhergehenden sechs Bände der Autoren Kull über die historischen Gebäude und ihre Geschichten.
Irmgard Fischer

So. 17.1.2016 EröffnungMuseum Remshalden

Sonderausstellung "Kinder entdecken ihren Heimatort - Der Kindergarten Ernst-Heinkel-Straße stellt sein Projekt vor"

Werbewirksame Kindergarten-Vernissage im Museum
Was man alles in Remshalden von A - Z, "von Apotheke bis Zebrastreifen" finden kann, das zeigten die munteren Kinder des Evang. Kindergartens Ernst-Heinkel-Straße in Reimen, Basteleien und gemalten Bildern im Museum Remshalden. Ihr Jahres-Projekt "Kinder entdecken ihren Heimatort" erreichte dort am vergangenen Sonntag seinen Gipfelpunkt: Eltern, Großeltern und Gäste feierten mit ihnen die Eröffnung einer Projekt-Dokumentation als Sonderausstellung, musikalisch umrahmt vom Duo Egle-Illg.
Museumsvereinsvorsitzende Irmgard Fischer freute sich über das volle Haus, die zündende Idee und gelungene Realisierung des Projekts "Heimatorterkundung" sowie die erfolgreiche Kooperation der Erzieherinnen mit dem Museumsverein, namentlich mit den Vorstandsmitgliedern Dorothee Beierl und Angelika Papzien.
Bürgermeister Breiter garnierte sein lobendes Grußwort mit launigem Bericht über seine Erlebnisse mit den wissbegierigen, zutraulichen kleinen Rathausbesuchern im Laufe der Ortserkundung.
Kindergarten-Leiterin Ulricke Franke betonte in ihrem gerafften Rückblick auf das Projekt, wie hochgradig interessiert die Kindergartenkinder ihren Heimatort gemeinsam erkundet haben. Die Ergebnisse konnten im Ausstellungsraum des Museums bestaunt werden: ein orientierendes Ortsmodell sowie großformatige bunte Wasserfarbengemälde der vier- und fünfjährigen Malkünstler. Eine Rundlauf-Fotopräsentation zeigte eindrucksvoll die eifrig tätigen Kinder vor Ort und im Atelier.
Manche Besucher riskierten auch einen neugierigen Blick auf die sonstigen aktuellen Exponate im Museum, so dass hier für jung und alt, für Kinder- und Erwachsenenwelt, für Öffentlichkeit und Museum von einer erfreulichen win-win-Aktion berichtet werden kann.
Walter Kern

2015
Do. 19.11.2015Museum Remshalden Rohrbronn v'rzählte im Museum
Beim Backhausfest im Jahr 2012 zündete es nicht nur im Backofen, sondern auch bei einem Kreis Rohrbronnern: es sollte doch endlich wieder ein attraktiver Treffpunkt im Ort entstehen. Denn an einem solchen fehlte es, nachdem das Lädle und - als letzte Wirtschaft - der Hirsch, dauerhaft geschlossen haben.Manfred Munder und Andreas Krohberger, die die Idee weiterentwickelten, waren am letzten Donnerstag auf Einladung des Museumsvereins ins Museum Remshalden gekommen. Beide präsentierten eine kurzweilige Rückschau mit Bildern und Videos. Der Titel "Rohrbronn v'rzählt" stand von Anfang an fest. Er hat sich inzwischen durch eine breite Themen-Palette aus Vergangenheit und Gegenwart mehr als erfüllt. Bei den monatlichen Zusammenkünften im Rohrbronner Gemeindehaus berichteten Zeitzeugen über ihre Erlebnisse beim Einmarsch der Amerikaner nach Kriegsende, über Alltagsfragen früherer Zeit wie das Telefonieren und das Einkaufen oder welche Wirtschaften es gab. Man erinnerte sich an Rohrbronn als Hochburg der Kirschen und Beeren, erörterte Geschichte, Gegenwart und Zukunft vom Bädle, der Schule, dem Kindergarten. Rohrbronner Bürger gewährten Einblick in ihre interessanten Berufe und Hobbys. Schon mehrmals war die Walforscherin Heike Vester zu Gast. Zugezogene und inzwischen heimisch gewordene Bürger "aus aller Herren Länder" stellten sich dort vor. Und es wird nicht nur gesprochen, nein - Rohrbronn spielt auch Theater, liest, singt, schaut Fußball und Filme . . .
So interessant wie die beiden Referenten von den bisher 23 Treffen erzählten, besteht sicher auch in Zukunft kein Mangel an Ideen. Lediglich die Frage, wie man ein jüngeres Publikum für das Projekt gewinnen könnte, bereitet Kopfzerbrechen. Dieses Problem beschäftigt allerdings auch den gastgebenden Museumsverein selbst, so dass man gemeinsam Überlegungen anstellte.
Wir erlebten mit den Rohrbronnern einen rundum gelungenen und unterhaltsamen Abend, dem man gerne mehr Teilnehmer gewünscht hätte.
Der Museumsverein bedankt sich ganz herzlich bei den "Rohrbronner V'rzählern" und wünscht der Veranstaltungsreihe weiterhin viel Erfolg. Ortsteilübergreifend sind auch wir "aus dem Tal" dazu eingeladen!
Irmgard Fischer
Fr. 9.10.2015Ev. Gemeindehaus, Geradstetten

Dr. Jan Knauer präsentierte sein Buch
Helmut Palmer - Der Remstal-Rebell

Kaum jemand hat das politische Leben in Baden-Württemberg in den 70er- und 80er-Jahren so spektakulär bereichert wie Helmut Palmer, dessen war sich Dr. Jan Knauer bei seinem Vortrag am 9.10. im Ev. Gemeindehaus Kelter in Geradstetten sicher.Die Forschung im Rahmen seiner Doktorarbeit habe neben der Person Palmers hauptsächlich dessen Wirkung auf seine Mitmenschen bzw. die Gesellschaft gegolten. Und so stand denn auch beides im Mittelpunkt des Abends. In Videoeinspielungen erlebten die Zuhörer nicht nur wortgewaltige Auftritte von Helmut Palmer, die ob der kernigen Formulierungen nicht selten für Heiterkeit im Saal sorgten, sondern vernahmen auch die Meinungen z.B. des Stuttgarter Alt-OB Rommel, der die Eigenheiten dieses unbeugsamen Einzelkämpfers resümierte "Er isch an sich en freundlicher Mensch". Die Lebensabschnitte und Betätigungsfelder Palmers wurden beleuchtet: die Kindheit in Geradstetten und die Familienumstände, der zweijährige Aufenthalt in der Schweiz, wo ihn das gesellschaftliche Zusammenleben beeindruckte und von wo er den später als Obstbaufachmann praktizierten Öschbergschnitt mitbrachte, sein Engagement für Ökologie sowie fürs Verkehrswesen (Stichwort: versenkte Leitplanken) und natürlich auch die Auftritte als Kandidat bei mindestens 289 Wahlkämpfen sowie seine anhaltenden Streitigkeiten mit Behörden und vor den Gerichten.Für diesen interessanten Vortragsabend bedankt sich der Museumsverein ganz herzlich beim Referenten Dr. Jan Knauer.
Das Buch "Helmut Palmer - Der Remstal-Rebell" kann im Museumsshop erworben werden (25,95 €).
Irmgard Fischer

Tag des offenen Denkmals
So. 13.9., 14.30 Uhr
Historischer Ortsrundgang mit Hermann und Rosemarie Kull ab 16 Uhr Hocketse im Hof, Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Schwäbischen Albverein
Zeitzeugnisse im Wort und Stein beim Ortsrundgang
Wenn Steine reden könnten, wären die ortsgeschichtlichen Forschungen der Grunbacher Eheleute Hermann und Rosemarie Kull zwar weniger mühsam, doch nicht weniger aufschlussreich. Beim Dorfrundgang am "Tag des offenen Denkmals" ging es heuer mehr um Menschen- als um Häusergeschichten. 90 Leute folgten der Einladung von Albverein und Museumsverein!
Nicht zu oft ist typisches Landleben Ende des 19. Jh. so authentisch überliefert wie von der Schultheißenwitwe Louise Deile geb. Weegmann (1871-1961). Doch es genügt eben nicht, Tagebuch zu führen und 90-jährig Memoiren zu diktieren, um Vergangenes aufzuzeichnen, es braucht auch den Glücksfall, dass Nachkommen solche Dokumente aufbewahren und Schatzgräber sie heben. Die Eheleute Kull befassten sich mit den Interview-Aufzeichnungen der Schwiegertochter von Louise Deile.
99 Jahre lang unterrichteten drei Lehrer als Schulmeister aus einer einzigen Familiendynastie die Schulkinder von Grunbach - offenbar zu allgemeiner Zufriedenheit. Die Befähigung zum überaus karg besoldeten Lehrerberuf haben sie nach der üblichen Handwerksmeisterordnung erworben. Johann Wilhelm Ruthardt aus Großheppach wird 1746 zum Schulmeister gewählt. Nach 38 Jahren Schul- und Kirchendienst folgt ihm sein Sohn Johann Wilhelm Ruthardt (1747-1812) im Amt für 28 Dienstjahre und danach sein Schwiegersohn Carl Friedrich Weegmann (1783-1845) aus Korb.
Dessen Söhne streben in die Welt hinaus, werden Weingroßhändler und Unternehmer.
Nur der jüngste Sohn August Ferdinand Weegmann (1828-1890) bleibt.
In Grunbach folgten auf 99 Jahre Lehrer aus einer Familie zwei Schultheißen aus der gleichen Dynastie. Der Schulmeistersohn August Ferdinand Weegmann (1828-1890) wird schon als studierter junger Mann 1849 zum Schultheiß gewählt.
Seine jüngsteTochter Louise Weegmann (1871-1961) schildert den Alltag im elterlichen Schultheißenhaus in ihren detailreichen Erinnerungen, aufgezeichnet von ihrer Schwiegertochter. Im Haus am Kirchplatz lebten in Louises Kindheit außer der kinderreichen Familie mit Knechten und Mägden auch die Rathausgehilfen und die Kranken einer anerkannten privaten "Kranken- und Irrenanstalt" - bis zu 30 Personen, die täglich gut versorgt sein wollten. Die Arbeit in Haushalt, Landwirtschaft, Weinbau, Gemeindeverwaltung und diakonischem Engagement war schwer, das Klima im Hause gut, das Zusammenleben unter einem Dach geprägt von pietistischem Geist.
Louise Weegmann heiratet 1891 Jakob Deile (1866-1939), der im gleichen Jahr Nachfolger im Amt ihres Vaters wird. Er wurde der innovative Modernisierer des Orts (Wasserleitungsbau, Elektroanschluss, Schulhausbau; Gründung von Vereinen, Sammlung von Dokumenten).1915 erhält er die Ehrenbürgerwürde.
1898 erbaut er mit einer Erbschaft mitten in den Weinbergen das Schultheißenhaus Friedhofstr. 17. Louises Elternhaus Schillerstr. 51 wird durch einen schweren Lkw-Unfall 1985 zerstört und anders aufgebaut. Auf dem aufgelassenen Alten Friedhof finden sich Gedenksteine für die Familiendynastie Ruthardt - Weegmann - Deile/Schöttle. Wenn Steine reden könnten...
Walter Kern
Am Internationalen Museumstag, 17.5., von 11 bis 17 Uhr

Unser Fundus präsentierte Gerätschaften für Ackerbau und Wengert
- ab 15 Uhr mit fachkundiger Führung durch Rudolf Seibold

Außerdem war für uns geöffnet:
die Holderausstellung von Hartmut Frank
, Lindenstr. 10

am Do. 26.3., 19.30, Bürgerhaus Vortrag von Hermann und Rosemarie Kull
Auswanderung im 19. Jahrhundert
Grunbacher ziehen in die ganze Welt
Wirtschaftliche Not, religiöse Überzeugung sowie Abenteuerlust veranlassten einst unsere Vorfahren zum Verlassen der Heimat. Über 500 Personen, oft sogar Familien mit kleinen Kindern, nahmen die unglaublichen Strapazen einer monatelangen Reise nach Nordamerika, Südrussland, Bessarabien, Georgien und sogar Australien auf sich. Die Ursachen der Auswanderung und auch einzelne Schicksale dieser Menschen sind Thema dieses Abends.
am Do. 19.3., 17 u. 18 Uhr im Museum Führungen durch die Sonderausstellung
"Alltagskultur der 70er Jahre" Die aus Anlass des 40jährigen Gemeindejubiläums im letzten Herbst eröffnete Sonderausstellung war Gegenstand der beiden gut besuchten Museumsführungen am letzten Donnerstag, zu denen der Landfrauenverein Grunbach und der Museumsverein Remshalden eingeladen hatten.
Rudolf Seibold begann mit dem die Gemeindegründung betreffenden Part. Seit 1971 im Gemeinderat erinnerte er sich an viele Einzelheiten des Gemeindezusammenschlusses genauso wie an nach 1974 gemeinsam getroffene weitreichende Entscheidungen wie z.B. den hart erkämpften Mittelanschluss an die B 29. Anekdoten wie etwa über die "anstrengenden" Nachsitzungen von Grunbacher und Buocher Räten zu Bürgermeister Kuhnles Zeiten brachten die Zuhörer zum Schmunzeln.
Danach nahm Dorothee Beierl die Besucher mit in die orange-gelb-braun-grüne Alltagskultur der 70er Jahre als Playmobilmännchen und Monchichis Einzug in die Kinderzimmer hielten und vermittelte Wissenswertes und Unterhaltsames aus dem Zeitgeschehen im Land und in der Welt.
Wen wundert's, dass beim anschließenden Vesper im Bürgerhaus genügend Gesprächsstoff vorhanden war. Ein großes Lob an das Landfrauen-Team: Die leckeren Russischen Eier rundeten den Abend vorzüglich ab.
Vortrag am Fr. 27.3., 19.30, im Bürgerhaus Schillerstr. 30 in Grunbach "Unser erster Bürgermeister Winfried Kübler berichtet über die Anfangszeit Remshaldens"

Als absehbar wurde, dass aus Geradstetten mit den bereits angeschlossenen Hebsack und Rohrbronn und Grunbach mit Buoch eine neue Gemeinde entstehen soll, widmeten sich die Bürgermeister von Geradstetten, Wilhelm Gayer, und Grunbach, Helmuth Kuhnle, mit all ihrer langjährigen Erfahrung als Kommunalpolitiker der Aufgabe, den Weg für das neue Gemeinwesen zu ebnen. Obwohl das den Start der Gemeinde Remshalden erleichtert hat, war klar, dass in den ersten Jahren die Weichen dafür zu stellen waren, der neuen Kommune eine kraftvolle und harmonische Entwicklung im Spannungsfeld der neuen Struktur zu erlauben. Winfried Kübler, Remshaldens erster Bürgermeister, wird über diese spannenden Jahre berichten, den kommunalen Alltag streifen und aufzeigen, wie das Remshalden-Bewusstsein nach und nach entstehen konnte.
Dieses komplexe kommunalpolitische Thema mit dem wohl entscheidendsten Zeitzeugen als Referenten verspricht uns allen - eingedenk dieser Jahre - einen sicher unvergesslichen und interessanten Abend.
2014

 

Vorgestellt wurde die Neuerscheinung der Autoren Hermann und Rosemarie Kull am 13.11., 19.30 Uhr, im Bürgersaal

"Von der Lederstraße über den Katzenöhrn in die Staig und den Osterhof"

Hermann Kull und Rudolf Seibold: Heimatkunde aus berufenem Munde

Wer der Klemmerle war, wo der Pfeifferleshof stand, was das älteste Bauwerk Grunbachs ist, wann es hier brannte, wie Gottlob Illg seine Familie chauffierte und der Feuerwehrchef Fischer Abschied nahm - das war im Bürgersaal zu erfahren.
Ein neues Buch, zwei Männer am Vortragstisch, viele Besucher vorwiegend aus Alt-Grunbacher Familien, dazu die Ankündigung der Museumsvereinsvorsitzenden Irmgard Fischer, der letzte weiße Fleck auf der Ortskarte sei nun weg: das führte hin zum Heimatkundeabend "Von der Lederstraße über den Katzenöhrn in die Staig und den Osterhof".
Mit diesem Titel beendeten die Autoren Hermann und Rosemarie Kull ihr sechsbändiges Werk über Grunbachs historische Gebäude. In siebenjähriger Arbeit haben sie Archivakten zur Geschichte von mehr als 200 Häusern ausgewertet und präzise dokumentiert. Nebenbei entlarvten sie die Herkunft manch seltsamer Flur- und Straßennamen. Vielen heutigen Grunbacher Hausbesitzern ist ihre bodenständige Vergangenheit nun offengelegt. Von den Details über einzelne Häuser schlug Hermann Kull den Bogen zurück zu den mutmaßlichen Anfängen der hiesigen Besiedelung ab dem 8. Jahrhundert: zu einer Kapelle ob der Staig, zur Adelsburg am Hang gegenüber und weiter zum Kloster-Pfleghof samt Mühlen am Grunbach.
Zur jüngeren Vergangenheit steuerte Rudolf Seibold erheiternde und ernste Jugenderinnerungen bei: Lausbuben- und andere Streiche mit Selbstjustizcharakter, Sonderlinge, Schicksalsjahre im Dorf - manchen älteren Zuhörer regten sie danach zu eigener Erzähllust an.
Walter Kern

28.9.14, 11.15 im Museum

Eröffnung der Sonderausstellung "Alltagskultur der 70er Jahre und die ersten Jahre der Gemeinde Remshalden"

Termin: Sonntag, 14.09., 14.30 Uhr
Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz Grunbach
Dauer : ca. 1,5 Std

Spurensuche
mit Hermann und Rosemarie Kull
Entlang der Bahnhofstraße

Thema war u.a. der Beginn der Industrialisierung nach der Fertigstellung der Remstaleisenbahn 1861 und der danach einsetzende Wandel des Weingärtnerdorfes zum Industriestandort.
Teilnehmer: ca. 80 Personen

anschließend: Hocketse im "Museumshof"

Eine gemeinsame Veranstaltung des Museumsvereins und des Schwäbischen Albvereins

Freitag, 23.5., 19.30 Uhr, im Bürgerhaus, Schillerstr. 30

"Aus Grunbachs Schulgeschichte" - Vortrag von Hermann und Rosemarie Kull
Bericht im Mitteilungsblatt Nr. 22:

Schulzeiten in Grunbach

Schülerscharen bei leerer Dorfkasse, Schulraumnot und Lehrermangel prägten jahrhundertelang die Grunbacher Schulgeschichte. Nach vielen Teillösungen wurde 1957 endlich das Schulhaus am Dorfrand und 1963 die Realschule gebaut. Hermann und Rosemarie Kull berichteten beim Vortragsabend im Bürgersaal detailliert über 18 Generationen Schulzeit.

Die Einrichtung einer Volksschule gemäß Erlass des württ. Herzogs Christoph in der Großen Kirchenordnung von 1559 ist zwar urkundlich belegt. Der erste namentlich bekannte Schulmeister war aber erst Dionysius Hegelin aus Esslingen (1632-1717). Als Lehrer, Mesner, Glöckner, Organist, Chordirigent und Katechet unter Aufsicht des Ortspfarrers verdiente er für sich, seine Familie und einen Lehrling (Provisor) nur einen Hungerlohn. Die Schulstube für 140 Schüler nebst Dienstwohnung befand sich im Erdgeschoss des jetzigen Alten Rathauses, erweitert genützt bis zur Baufälligkeit im Jahr 1953!

Im 19. Jh. verbesserte sich die Lage mit der Schulmeister-Dynastie der Ruthardts und Weegmanns, die über drei Generationen das Bildungswohl im Dorf bestimmten. Trotz steigender Schülerzahlen von bis zu 250 Kindern konnte die arme Gemeinde nur Ausweichräume stellen.

Unruhe stifteten die politisch-religiösen Auswandererbewegungen sowie ein Privatschulstreit mit der zugewanderten Nazarenersekte im "Weißen Haus". Aus privater Stiftung errichtet wurde 1875 die Kleinkinderschule, geführt von Großheppacher Schwestern.

1869 erhielt Grunbach einen neu ausgebildeten 2. Lehrer, erst 1913 ein umgebautes Haus in der Schillerstr. 47 als Neue Schule.


Walter Kern

So. 18.5.

Mittlere Kelter Schillerstr. 44

Sammeln verbindet - Remshalden und sein Museum


In Anlehnung an das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstags "Sammeln verbindet, Museum collections make connections" präsentierte sich der Fundus des Museums Remshalden am letzten Sonntag mit einer reichhaltigen Auswahl an Exponaten. im großen Magazinraum der Mittleren Kelter. Eine stattliche Besucherzahl erfreute sich an den ausgestellten Objekten: "Feinware" wie z.B. das Barometer aus der Schulheißenfamilie Weegmann, das mit Tüll dekorierte schwarze Pillbox-Hütle, bunte Stickdecken; "Grobware" wie hölzerne Wasserleitungen, der mächtige Türsturz des Pappelschlössles, die historische Feuerwehrspritze aus Hebsack, das alte Uhrwerk aus dem Grunbacher Kirchturm u.v.a.m. Eine Bilderschau informierte über die Arbeit der Inventarisierungsgruppe des Museumsvereins und im "Museumshof" machten der große Leiterwagen und der Holder Einachsschlepper die vorbeiziehenden Kirchgänger und Wanderer auf sich aufmerksam.
Gemütlich wurde es, als die letzten Besucher und die Museumsdiensthabenden den Nachmittag bei Kaffee und Schorle ausklingen ließen.

 

Mi. 02.04., 19.30 Uhr, Gaststätte Stegwiesenhalle, Geradstetten

Mitgliederversammlung

Ernst Heinkel und mehr im Museum!
Das Thema Ernst Heinkel beschäftigte die Jahresmitgliederversammlung des Museumsvereins am 2.4., sowohl im Grußwort von Bürgermeister Breiter wie im Jahresbericht 2013 von Vorsitzender Irmgard Fischer. Schon seit Eröffnung im Jahr 2009 ist im Museum Remshalden Leben und Werk des Grunbacher Flugpioniers umfassend dargestellt. Dank der fachkundigen Konzeption und gründlichen Arbeit von Vorstandsmitglied Renate Winkelbach sind die neuerdings hochgekochten negativen Seiten der Person Ernst Heinkels dort bereits objektiv integriert. Die solide Form der Darstellung wurde als vorbildlich und hilfreich bezeichnet. Sie trifft bei Museumsbesuchern aller Generationen auf zunehmendes Interesse. Statistisch erfasst wurden im Berichtsjahr 1100 Besucher.
Vorsitzende Irmgard Fischer berichtete über weitere Erfolge im Vereinsjahr 2013:
Die Wechsel-Ausstellungen (Zeitspiegeleien II, Flugzeuge aus dem KZ) stießen auf große Resonanz. Vor jeweils vollem Hause fanden Vortragsabende von Maria Fenyvesi und Dr. Karin Roi-Frey sowie der Vorleseabend "Museumswinter" statt. Ebenso begehrt waren Buchpräsentation und Ortsrundgang mit Ehepaar Kull. Die Vereinsarbeit hinter den Kulissen würdigte Frau Fischer ebenso dankbar wie den lückenlosen Museumssonntagsdienst. Die Kassenbilanz ist tadellos positiv.
Bei den fälligen Vorstandswahlen (im rollierenden System) wurden die stellvertretenden Vorsitzenden Dorothee Beierl und Rudolf Seibold, Schriftführer Walter Kern, Kassenwart Wolfgang Palmer und Beisitzer Hermann Seibold jeweils einstimmig auf 2 Jahre wiedergewählt.
Walter Kern

von 12.3. bis 17. August 2014

Kleindenkmale - Zeugnisse kultureller Vielfalt in Remshalden

Eine Sonderausstellung des Museums Remshaldens
u.a. mit der Wanderausstellung des Landesamts für Denkmalpflege über Kleindenkmale in Baden-Württemberg (31.5.)

Auf 14 Bannern konnten sich die Besucher auf "Spurensuche" in Remshalden begeben und sich daneben an der Bilderschau auf unserer Filmwand erfreuen (bis 17.8.).

außerdem: "heimatlose" Kleindenkmale aus unserem Fundus
wie z.B. einen wasserspeienden, krönchentragenden Drachen, einen Türsturz mit der Jahreszahl 1752 vom Haus des Grunbacher Schulheißen Antonius Glaser, dem geharnischten Reiter des alten Geradstetter Burgbrunnens, sandsteinerne Ofensteine wie sie oft in Außenmauern zu finden sind, Ortsschilder . . .

sowie eine interaktive Station: Steine erzählen ... Hier konnte man Platz nehmen und in der Geschichte blättern
Zu finden waren:Gruebstätten, Steinkreuze, Gedenksteine und Denkmale, Grenzsteine u.v.m.
Diese Sammlung wurde zusammengestellt vom Kreismedienzentrum Rems-Murr-Kreis. 2007.

Ausstellungsleitung, Layout und Texte der Banner: Renate Winkelbach

Ausstellungseröffnung am
Mi. 12.03. 19.30 Uhr, im Bürgersaal, Schillerstr. 30, Grunbach

Zweiteilig in Sachen Kleindenkmale


Zweiteilig waren Anlass und Veranstaltung beim Abend des Museumsvereins am 12. März.
Eingeladen war die Öffentlichkeit in den Bürgersaal zum Auftaktvortrag von Reinhard Wolf, Mitautor des brandneuen Bildbands "Kleindenkmale im Rems-Murr-Kreis" sowie zur anschließenden Eröffnung einer zweiteiligen Sonderausstellung im nahegelegenen Museum: Eine Wanderausstellung des Landesamts für Denkmalpflege zum Thema "Kleindenkmale" wurde kombiniert mit einer lokalen Präsentation "Kleindenkmale - Zeugnisse kultureller Vielfalt in Remshalden".
Ein gutes halbes Hundert Neugieriger rätselte zunächst über das seltsame Titelbild zu Wolfs Fotoschau "Allerwelts-Kleindenkmale". Der nach eigenem Bekunden kleindenkmalverliebte Referent nahm seine Zuschauer auf seine weltweiten Erkundungsreisen mit. Überall hatte er seine Kamera gezückt und zeigte nun Kleindenkmal-Beispiele über Goethe am Gardasee, Darwin auf Galapagos, Livingstone am Viktoriafall, aber auch fromme und schreckliche Mementos an Unglücke und Kriegstote oder Kurioses wie das Riesenhafenbarometer von Stavanger oder einen peruanischen Meerschweinchenkirchstall.

Nach diesem locker servierten Fotofrüchtemarkt nahmen die Museumsbesucher Ergebnisse der landesweiten Erfassung von Kleindenkmalen in Baden-Württemberg in Augenschein.

An dieser Dokumentation waren in den Jahren 2004-2008 auch Mitglieder des Museumsvereins Remshalden lokal beteiligt.
Nun liegt der bunte Bildband über den Rems-Murr-Kreis vor, bearbeitet von Reinhard Wolf, Renate Winkelbach und Dr. Manfred Steinmetz. Das Kapitel über Remshalden haben Renate Winkelbach und Irmgard Fischer in aufwendigem ehrenamtlichem Einsatz zu einer eindrücklichen örtlichen Darstellung in 14 Bildbannern erweitert. Die Themen reichen von Bürgermeistern und Honoratioren, Pfarrern und Lehrern bis zu Brunnen, Hauszier und Gasthausauslegern. Sie weisen auf Hingucker im Flecken und kaum gekannte Spuren dörflicher Vergangenheit.
Die Ausstellung ist bis 31. Mai jeden Sonntagnachmittag geöffnet, das Buch für 19,90 Euro im Museum zu kaufen.
Walter Kern

2013
am Donnerstag, 12.12., 19.30, Alte Kelter Hebsack

MuseumsWinter

Lebensweisheiten beim Leseabend

Draußen braute der Nebel um die Hebsacker Kulturkelter, drinnen lud der Museumsverein zum traditionellen "Museumswinter"-Leseabend. Heimelige Advents-Stimmung herrschte zwischen Podium und Glühwein-Theke, die Stuhlreihen füllten sich trotz Wetterwidrigkeit. Vorsitzende Irmgard Fischer begrüßte gereimt und aufgeräumt drei auserkorene Vorleser; ein Fotoshooting hatte das Trio zuvor ins Rampenlicht gerückt: die Schülerin Lilly Kaden wagte sich frohgemut an die Seite von Pfarrer Kolb und Bürgermeister Breiter. Mit von der Partie war wieder die Gitarristin Cornelia Lorenz, sie rahmte die Wortbeiträge des Abends gekonnt mit romantischen Kanzonen des Spaniers Fernando Sor. Die Textvorträge entführten teils ernst, teils heiter in jugendliche Gefühlswelten und fanden erstaunlich gut zu einem gemeinsamen Nenner: Lebensweisheit beginnt in der Jugend.
Pfarrer Kolb las aus Saint-Exupérys "Kleinem Prinzen" die Begegnungen mit den dornbewehrten Rosen, dem schamhaften Säufer und dem gezähmten Fuchs, der das Geheimnis verriet: "Du bist zeitlebens verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast". Bürgermeister Breiter bot zunächst Hermann Hesses bittersüß humorvolle Jugenderinnerung "Der Kavalier auf dem Eis" und schloss mit Wolfgang Borcherts anrührend tröstlicher Kurzgeschichte "Nachts schlafen die Ratten doch". Dazwischen gab Lilli Kaden frisch und froh das moderne Märchen "Pauline und die Honigkuchen" von James Krüss zum besten und hatte die Schmunzler auf ihrer Seite.
So erlebte man eine köstlich runde Stunde entspannter Besinnlichkeit.
Walter Kern

am Donnerstag, 28.11., 19.30, im Museum

Vorstellung des Buches, das in der Schriftenreihe des Museumsvereins "Remshaldener Ortsgeschichte/n) erschienen ist.

"Entlang der Hinteren Gasse - der heutigen Schillerstraße - bis zum Alten Friedhof"
So lautet der Titel des fünften Buches, in dem die Autoren Hermann und Rosemarie Kull weitere Ergebnisse ihrer langjährigen ortsgeschichtlichen Forschungen über die Geschichte der alten Grunbacher Gebäude und ihrer Bewohner veröffentlichen.

Rudolf Seibold erzählte aus seinen Jugenderinnerungen an die "Hohe Gass" (Alt-Grunbacher Bezeichnung für die Schillerstraße) und schilderte, wie sich ihre drei Keltern im Laufe der Zeit verändert haben. Anschließend berichteten die beiden Autoren über ihre Quellenfunde und von bemerkenswerten Begebenheiten einstmals hier lebender Familien.
Wir freuen uns, dass unsere Mitglieder Hermann und Rosemarie Kull die Schriftenreihe des Museumsvereins, Remshaldener Ortsgeschichte/n, auch um ihren neuen Band erweitern und laden die Bevölkerung ganz herzlich zur Buchvorstellung ein.

Freitag, 18.10.
19.30 Uhr im Museum

Vortragsabend Dr. Karin de la Roi-Frey:
"Persönlichkeiten aus der Geschichte Remshaldens - Episoden und Lebensläufe"Unterhaltsamer Spaziergang durch örtliche Histörchen

Gutgelaunt begann's vor vollem Haus: Karin de la Roi-Frey, aus Friesenland wegen der Liebe ins Schwäbische verpflanzt, promovierte Historikerin, versprach, Geschichtchen aus Lebensläufen örtlicher Persönlichkeiten zu bieten. "Episoden" - das sind eigentlich "unbedeutende Begebenheiten". Es wurde ein "Spaziergang" mit Stationen in allen fünf Remshaldener Ortsteilen und gelegentlichen weiteren Gedankenausflügen. Beispiele gefällig?
1798 heiratet die Grunbacher Amtmannstochter Friederike Metzger standesgemäß den Schorndorfer Oberamtmannssohn und nachmaligen Finanzrat Karl Paulus, ihre Schwägerin Karoline Paulus glänzt im fernen Thüringen als emanzipierte Schriftstellerin der Romantik. Am 1. Oktober 1849 wird der 21-jährige Grunbacher Lehrerssohn Ferdinand Wegmann als Jurist zum Schultheißen von Grunbach gewählt und noch minderjährig ins Amt eingesetzt, sein Bruder Karl Wegmann wird als Weinhändler württembergischer Konsul in Köln und 1842 Mäzen beim Dombau. Erst vor kurzem verstorben ist der Chemiker Dr. Julius Fuchs, bekannt als Dichter, Schöngeist und Grunbacher Fabrikant, sein Wirken ist im Museum Remshalden dokumentiert.
Der Geradstettener "Zuckerlesbäck" Christian Seibold lernt sein Handwerk um 1900 in der Preußen-Residenz Sigmaringen und begegnet dort vermutlich seinem Lehrlingskollegen Alfred Ritter, dem späteren Gründer der Quadrat-Schokoladen-Fabrik "Ritter-Sport".
1909 gründet Herzogin Wera, Großfürstin von Rußland im angekauften Hebsacker Anwesen der Familie Beneder eine Zufluchtsstätte für ledige Mütter: das Wera-Heim. Sofie Beneder, verheiratete Metzger hat derweil als Unternehmerin in Stuttgart ein "Höhere Töchter-Institut" entwickelt.
Auf Rohrbronner Boden steht der vom Geradstettener Revierförster Lutz gestiftete "Königstein" zu Ehren des Königspaars Karl und Olga von Württemberg. Ihr Thronfolger König Wilhelm II hat nachweislich gerne dieses Kleindenkmal im Wald besucht, etwa auf dem Weg nach Schorndorf zu dem von ihm geschätzten rebellischen Dichter Ludwig Palmer.
Das Buocher Pfarrhaus stellt die Referentin als literarischen Salon im 19. Jh. dem Kernerhaus in Weinsberg und dem Stuttgarter Kulturleben ebenbürtig zur Seite.
Neben den im "Museum Hirsch" gut dokumentierten Buocher Berühmtheiten Reinfelder, Kausler, Kurz und Hiller würdigt sie eigens die Pfarrersfrau Friederike Reinfelder sowie die Haushälterin Johanna Friederike Wink.
1918 erhält der Buocher Pfarrer Friedrich Baun, Sohn des Buocher Kronenwirts, das königliche Charlottenkreuz für seine Erfolgs-Serie von Biografien über rechtschaffene Schwabenköpfe, darunter die Stuttgarter Diakonissenmutter Charlotte Reihlen. Friedrich Baun ist Schwiegersohn des Calwer Missionars, Sprachengenies und Verlegers Hermann Gundert, dem Großvater von Hermann Hesse.
Es gelang Frau Dr. Karin de la Roi-Frey leicht und locker, für alle Remshaldener Ortsteile Erzählstoff über frühere Persönlichkeiten ausfindig zu machen: ein unterhaltsamer Beitrag zum modisch so genannten "unnützen Wissen", das heimatliche Zugehörigkeitsgefühle wecken kann.
Walter Kern

Sonntag 08.09.
14.30 Uhr

Historischer Ortsrundgang zum Alten Friedhof in Grunbach

Mit Hermann und Rosemarie Kull auf Ortsgeschichtstour


In exponierter Lage mit Blick auf den Kirchplatz ließen sich die 60 Teilnehmer des historischen Ortsrundgangs zunächst in das beginnende 15. Jhd. zurückversetzen, als im ummauerten Kirchhof eine kleine Holzkirche stand und die Weinberge noch fast bis zur Kirchenmauer reichten. Damals wollten alle möglichst nahe beim "Heiligen" begraben werden. Als es dort zu eng wurde, wich man auf einen Platz westlich der Kirche aus. Anschließend bestatteten die Grunbacher ihre Toten 380 Jahre lang bis 1955 auf dem heutigen alten Friedhof. 1648 spendete die Schultheißenwitwe Bäder Geld für eine Umfassungsmauer. Den Eingang zierte ab 1799 ein Torbogen, dessen Schlussstein jetzt in die Friedhofsmauer eingearbeitet ist. Die noch vorhandenen Grabmäler präsentieren Orts- und Familiengeschichte. Und die übermittelte Hermann Kull am letzten Sonntag wieder einmal spannend und kurzweilig auf dieser 6. Etappe der seit 2008 von ihm und seiner Frau Rosemarie geführten Rundgänge. Die Geschichten der Häuser und ihrer einstigen Bewohner machten den Weg vom Kirchplatz über die Lederstraße und die Gottfried-Seibold-Straße zum alten Friedhof zum virtuellen Gang durch Alt-Grunbach, vom Mittelalter, dem 30jährigen Krieg und der Aufschwungzeit um 1720, als die heute ältesten Gebäude erstellt wurden, bis hin zu den 1950er Jahren.
Der Schwäbische Albverein und der Museumsverein bedanken sich ganz herzlich beim Ehepaar Kull und schließen sich dem Wunsch des Publikums an, dass es im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben möge.

6.5.13, Vortrag im Museum

von Maria Fenyvesi

Aus Etyek in Remshalden angekommen

Vor 67 Jahren, am 6. April 1946 saß die 10-jährige Maria Staudinger mit ihren Familienangehörigen vor dem damaligen Geradstettener Rathaus auf ihrem Handgepäck und hoffte auf Unterkunft - arm, fremd, heimatlos. Letzte Woche, am 6. Mai 2013 schilderte Frau Maria Fenyvesi, geb. Staudinger, in einem tief bewegenden, übervoll besuchten Museumsvortragsabend ihren schicksalhaften Lebensweg "Von Etyek nach Remshalden". Als Bürgerin von Remshalden und Ehrenbürgerin von Etyek sprach sie über "Geschichte, Brauchtum, Krieg, Vertreibung und neues Zuhause" der deutschstämmigen Einwohner ihres ungarischen Heimatorts Edeck/Etyek.
Dieses im 13. Jh. von einer ungarischen Familie gegründete Dorf wurde nach langer, verheerender Türkenherrschaft ab 1712 von schwäbischen Auswanderern neu besiedelt. Als Kolonisten waren sie kaiserlich privilegiert und gefordert, als Bauern und Handwerker trugen sie zum Aufbau des Landes bei. So pflegten sie innerhalb Großungarns durch viele Generationen ihre kulturelle donauschwäbische Identität mit traditionellem Brauchtum bei Dorffesten und Familienfeiern. 1814 wurde die barocke kath. Kirche beim Ungarnbrunnen neu gebaut, nach 1839 die Reformierten-Kirche, 1889 der erste Kindergarten. Die Edecker Landwirtschaft blühte mit dem Anbau von Getreide, Obst und Wein. Etyek wurde zur Wiege des ungarischen Sekts...
Marias glückliche Edecker Kindheit endete im Kriegsjahr 1944 mit dem Einmarsch zuerst deutscher, dann russischer Heere. Das Elternhaus wurde durch Bomben zerstört. Nach Kriegsende erfolgte 1946 gemäß dem Willen der Siegermächte die willkürliche, rücksichtslose Zwangsvertreibung der Ungarndeutschen in die Heimatlosigkeit.
Am 28. Februar 1946 wurden auch in Edeck nach schikanöser Auswahl die meisten deutschstämmigen Einwohner ausgewiesen und brutal in Viehwaggons abtransportiert. Ungarischsprachige Rumänen rückten in die leergefegten Häuser nach. Die Bahnreise ging ins Ungewisse nach Süddeutschland und endete für Marias Familie nach Aufenthalten in Flüchtlingslagern schließlich in Geradstetten. Sieben Jahre wohnten sie zu fünft in einem Zimmer. Unter großem Heimweh und armseligen Bedingungen in fremder Umgebung musste ein neuer Anfang gewagt werden. Die gegenseitigen Vorbehalte und Verständigungsprobleme mit den Einheimischen lösten sich nur zäh und allmählich, man blieb gern unter sich mit Bekanntschaften und Hilfen, Prägungen und Bräuchen. Heimatvertriebene fanden Arbeit, zogen in die Gegend und siedelten nachbarschaftlich. Im "Bund der Vertriebenen" pflegte man liebevoll das kulturelle Erbe. Erst in der folgenden Generation gelang wirklich der Brückenschlag zwischen Alt- und Neubürgern zur vollen Integration.
Und erst 21 Jahre nach ihrer Zwangsflucht konnten die vertriebenen Edecker wieder in ihre alte Heimat reisen und zurückgelassene Verwandte wiedersehen, die in der Zwischenzeit kommunistisch enteignet und drangsaliert worden waren.
Umso beglückender war die politische Wende von 1989 mit der Annäherung und Aussöhnung zwischen den Völkern, die persönlich gelebt sein will und vor Ort in der kommunalen Partnerschaft zwischen Remshalden und Etyek seit 1994 offiziell besiegelt ist.
Im Konzept des Museums Remshalden ist neben der Präsentation der fünf Ortsteile und ihrer Geschichte auch dem Schicksal der Vertriebenen und der Migranten ein geziemender Platz eingeräumt. Der Vortragsabend des Museumsvereins mit Maria Fenyvesi war ein beispielhafter und nachhaltiger Beitrag zur Heimatpflege. Er verdient besonderen Dank und Respekt.


Walter Kern

2012

Do 6.12.2012 Hebsack Kelter

Beginn 19.30 Uhr

MuseumsWinter - LeseAbend

Wir ließen uns aus dem Alltag in den Abend lesen von unseren Vorlesern:

Bürgermeister Norbert Zeidler
Isabelle Bergmeier
Nadine Bindel und Lilli Gaupp


Vorlesevergnügen im Advent

"Museumswinter"-Leseabend am Nikolaustag in der voll besetzten Hebsacker Alten Kelter:
mehr Besucher hätte der fassförmige Raum nicht gefasst! Vertrauter adventlicher Rahmen: Kerzenglanz, Tannengrün, Glühweinduft, dazu Irmgard Fischers gereimte Begrüßung und festliche Gitarrenklänge, diesmal Renaissance-Tanzweisen, zart gezaubert von Cornelia Lorenz - besser konnte man nicht eingestimmt werden aufs Zuhören. Zwei Schülerinnen und zwei Erwachsene hatten sich aufs Vorleserpodium bitten lassen.
Lilli Gaupp eröffnete munter mit dem Christian Morgenstern-Gedicht "Wenn es Winter wird". Nadine Bindel folgte mit der turbulent-lustigen Geschichte vom Christbaumständer, die allgemeine Heiterkeit hervorrief. Zwischendurch musste Nadine selber lachen.
Ernst und aufmerksam hörte man anschließend von "Georg Friedrich Händels Auferstehung". Isabelle Bergmeier gestaltete das Kapitel aus Stefan Zweigs "Sternstunden der Menschheit" mitreißend. Die bewegende Erzählung vom verzweifelnden Kranken, seinem Gesundungswillen, der Beglückung des Genesenden ist zugleich die Erlösungsbotschaft seines Oratoriums "Messias".
Zum guten Schluss las Bürgermeister Norbert Zeidler drei Briefe aus dem Buch "Lieber Daniel!" des peruanischen Autors Sergio Bambaren an seinen Sohn. Darin ermutigt er ihn zu Selbstvertrauen, Nächstenliebe, Lebensfreude und Zielstrebigkeit als Lebensmaximen. Denn das Leben sei wie ein schmelzender Eisblock. Es soll nicht inhaltlos verwässern. Probleme böten Chancen. "Sei frei, es ist dein Leben! Wetteifere mit dir selbst!" Bambarens Rat überzeugt.
Walter Kern

2.12.2012

14 - 17 Uhr

Advent im Museum
Ein großer Adventskranz, geschmückt mit Äpfelchen und Nüssen, nahm die Besucher des Adventscafés stimmungsvoll in Empfang - draußen fiel leise der Schnee.
Lebkuchenbrot, Glühweinkirschen und andere kulinarische Köstlichkeiten sowie adventliche Musik sorgten für behagliche Stimmung. Eine festliche Atmosphäre verbreitete auch der mit "tausend" Sternen bestückte Museumsshop: duftende Zypressenholzsterne aus der Behindertenwerkstatt der Paulinenpflege Winnenden, leuchtende Fröbel-, Herrnhuter-, Annaberger- und Aureliosterne in allen Größen und Farben.

Sonntag 16.09., 14.30 Uhr

Dauer des Rundgangs: ca. 1,5 Std.

ab 16 Uhr kleine Hocketse im Museumshof mit Kaffee und Kuchen, neuer Wein und Zwiebelkuchen ...

 

Historischer Rundgang in Grunbach

Vom Kirchturm in den "Museumshof"
Der historische Rundgang mit Hermann und Rosemarie Kull in, um und auf die Dionysiuskirche fand einen gemütlichen Abschluss vor dem Museum. Im vorderen Teil dieses Mitteilungsblatts finden Sie den Bericht über die erfreulich gut besuchte Gemeinschaftsveranstaltung von Schwäbischem Albverein und Museumsverein. Unser Dank gilt dem Ehepaar Kull für die excellente Führung durch die Kirche und ihre Geschichte.

Veranstalter: Schwäbischer Albverein und Museumsverein


an den Feriensonntagen
von 14 - 17 Uhr

Ratespiel mit den Museumsmäusen

In der Ferienzeit waren die vier Museumsmäuse unterm Museumsdach unterwegs. Dort geht es in der Ausstellung "Zeitspiegeleien" um Fotos von Häusern in Buoch, Hebsack und Rohrbronn. Einmal seht Ihr die Häuser so, wie sie früher waren und daneben so, wie es da heute aussieht. Die Kinder sollten die Mäuse zwischen den vielen Exponaten aufstöbern und ihre Fragen beantworten. Für jedes Kind, das mitmachte, hat der Museumsverein eine Frigeo-Brause - zum gleich Trinken oder zum Mitnehmen spendiert, auch ein Häusle aus Wellpappe zum Basteln lag für jedes Kind bereit.

13.07.2012

Ausstellungseröffnung

"Zeitspiegeleien: gleicher Ort - andere Zeit"

Sicherlich haben Sie bereits den ersten Teil unserer Ausstellung "Zeitspiegelein: gleicher Ort - andere Zeit" besucht und kennen das zu Grunde liegende Konzept: historischen Fotografien von Häusern und Straßenzügen werden die aktuellen Bilder zur Seite gestellt. Ausgesuchte Exponate aus unserem Museumsfundus und dankenswerterweise auch von privaten Leihgebern runden das Thema ab und intensivieren so unser Bewusstsein für die Entwicklungen der zurückliegenden Jahre und Jahrzehnte. Was bisher im 1. Obergeschoss des Museums für die Ortsteile Geradstetten und Grunbach zu sehen ist, wurde nun im Dachgeschoss auch auf die Ortsteile Buoch, Hebsack und Rohrbronn erweitert.

Wir freuen uns, dass unser "Bilderbuch zur Ortsgeschichte" jetzt alle fünf Ortsteile Remshaldens umfasst bzw. verbindet.

Die Ausstellung "unterm Dach" wurde am Freitag, 13. Juni, 19.30 Uhr mit einem Vortrag von Bürgermeister Norbert Zeidler im Museum Remshalden, Schillerstr. 48, eröffnet.

26.06. in Geradstetten, Garten der ev. Konradskirche

MuseumsSommerLeseabend

Museumsverein auf Lesetour in Geradstetten
Um es vorweg zu nehmen: es war eine wohltuende Atmosphäre bei schönem Sommerwetter, in der die 40 Zuhörer im idyllischen Garten an der Konradskirche den LeseAbend des Museumsvereins am EM-spielfreien Dienstag, 26.6., genossen.
Eingerahmt von den Gitarrenklängen der Madlen Kanzler traten die Leser auf:
Manfred Rieger, anstelle des erkrankten Hausherrn, Pfarrer Kettling, las den von ihm selbst verfassten Bericht "Zwischen Hoffen und Bangen", veröffentlicht im Buch der Landeszentrale für politische Bildung Württ. "50 Jahre danach: Was hat das Kriegsende bedeutet." M. Rieger, damals gerade 6 Jahre alt, erlebte den Einmarsch der amerikanischen Besatzer. Die Erleichterung über das Kriegsende war überschattet von der Sorge um den noch nicht wieder heimgekehrten Vater. So gehörte es zu den glücklichsten Tagen seiner Kindheit, als der Vater nach Monaten aus der Gefangenschaft zurückkehrte.
Ellen Reiniger aus Hebsack hatte sich das Buch "Malin" ausgesucht. Sie las heitere Geschichten über den Kobold Malin, die sich der Schauspieler Walter Sittler für seine Kinder ausgedacht hat. Mit einem Sommerthema rundete Beate Breithaupt aus Grunbach den Abend ab. Hans Christian Andersen beschreibt seine Reise im Sommer 1846 durch Südfrankreich nach Spanien als "Das Märchen meines Lebens". Nicht nur die Landschaften auch die Begegnungen mit Menschen "vom Fürsten bis zum ärmsten Bauern" lassen ihn vom Erlebten schwärmen.
Wir danken den Lesern für ihren Einsatz und der ev. Kirchengemeinde Geradstetten für die freundliche Aufnahme.

25. 4. 2012

Ein Dorf im Wandel der Zeit
Grunbach zwischen 1860 und 1960

Vortrag von Hermann Kull
im Museum Remshalden Schillerstraße 48

Mit dem Bau der Eisenbahn durchs Remstal vor nunmehr 150 Jahren begannen Prozesse, die aus dem alten, durch die Landwirtschaft geprägten Dorf, einen Industriestandort formten. Weingärtner arbeiteten in der Fabrik, Handwerker gründeten Manufakturen aus denen, auch dank des Elektrizitätswerkes von 1896, Industriebetriebe wurden.

Der Vortrag beginnt in der so genannten Gründerzeit und zeigt, wie sich der Ort nach dem 1. Weltkrieg, Inflation und Rezession zunächst sehr langsam änderte. Es folgen die dramatischen Entwicklungen am Ende des 2. Weltkrieges mit einer Verdoppelung der Einwohnerzahl. Erst die Integration der vielen Heimatvertriebenen legte den Grundstein zur heutigen Gemeindestruktur und seiner Bewohner.

7.3.12

Napoleons Russlandfeldzug 1812
mit Teilnehmern aus dem Remstal

Vortrag von Michael Dörner


1812 - ein "Jubiläum der negativen Art"
Manche hatten Glück: Sie kamen aus Napoleons Rußlandfeldzug 1812 mehr oder weniger heil zurück: Leonhard Bauer, Johann M. Seibold, Matthäus Siegle und Carl F. Ruoff nach Geradstetten, Daniel Schmid und Johann D. Schmid nach Grunbach. Georg M. Schurr aus Rohrbronn überlebte gar weitere Feldzüge und starb 78-jährig als hochdekorierter Veteran. Doch die meisten zwangsrekrutierten jungen Remstäler kamen im Osten um: 3 aus Buoch, 35 aus Geradstetten, 21 aus Grunbach, 4 aus Hebsack, 5 aus Rohrbronn.
Akribisch aus schütteren Quellen in Archiven und Kirchenbüchern geschöpft und penibel aufgelistet hat dies der ehrenamtliche Remshaldener Heimatgeschichtsforscher Michael Dörner. Über 70 Museumsbesucher folgten am 7. März gebannt seinem Vortrag.
Namen von längst vergessenen Kriegstoten tauchten auf, Zahlen militärischer Statistik abstrahierten nur unvollkommen das unfassbare Kriegsgrauen von damals. An Einzelschicksalen erläuterte Michael Dörner die Folgen absolutistischer Machtpolitik für Familien und Landvolk. Der Brief des jungen Stuttgarter Feldarztes Dr. Gebhard Simon an seine Eltern in Grunbach sagt z.B. mehr als jeder Marschbefehl.
Dörner wagte mit didaktisch überaus fleißig aufbereiteten Transparenten auch einen klärenden Überblick über die politische Geschichte der Epoche. In kräftigen Strichen kennzeichnete er den genial-dreisten Korsen Napoleon und seinen willfährigen Vasallen, den korrupten König Friedrich I. von Württemberg.
Walter Kern

2011  
1. 12., in der Hebsacker Kelter

Leseabend

Gelungener MuseumsWinter in Hebsack

Weit weg der Museumsommer unter Bäumen, nahe da ein adventlicher Vorleseabend - das Experiment "MuseumsWinter" unterm Hebsacker Kelterdach gelang. Den faßrunden Raum füllten warmes Licht, Glühweinduft und MuseumsSommergewöhnte voller Neugier, wer hier was wohl bieten würde.
Nach Grußworten der Vorsitzenden Irmgard Fischer eröffnete eine liebe Bekannte das Abendprogramm: die Gitarristin Cornelia Lorenz spielte spanische Sonaten-Klänge von Turina - ein rechter Einstieg zur Exotik der folgenden Geschichte.
Regine Sandfort las "Das kugelrunde Jesuskind", eine Erzählung aus den südamerikanischen Kordilleren. Auf nächtlicher Autofahrt bei Unwetter rettet ein Missionspriester ein gestrandetes Paar mit neugeborenem Kind aus dem Schlamm. Bei Ordensschwestern finden sie Obdach. Das Baby "Jesus Maria" wird von den Leuten verwöhnt. Doch der Padre predigt allen: "Weihnachten ist mehr als eine schöne Fiesta".
Ganz anders Elke Heidenreichs humorgeladene Geschichte vom Plüsch-Schwein "Erika", geschickt moderierend vorgetragen von Monika Behrend. Veronikas spontane Reise zum Ex-Ehemann mit dem Plüschtier als Geschenk entgleist zu einer skurril-heiteren Heiligabend-Begegnung mit einem einsamen Koch. Ende des Ausflugs: Rückkehr nach Berlin ohne Erika.
Die Texte der beiden Damen flankierten den Vortrag von Jürgen Hörig: "Die Falle" von Robert Gernhardt - eine antiautoritäre Weihnachtsgeschichte. Der reiche Herr Lemm mietet einen Studenten als Weihnachtsmann, der seine unartigen Kinder rügen soll. Doch dieser demontiert zusammen mit Kollegen in einem amüsanten Happening die verlogene Elternpädagogik.
Mit träumerischen Gitarrenklängen von Rodrigo und Bonfà rahmte Cornelia Lorenz den MuseumsWinter.

Walter Kern

Bilder der Vorleser

28.11.

im Museum

"Entlang der Vorderen Gasse - der heutigen Olgastraße"

Das neue Buch der Autoren Hermann und Rosemarie Kull wurde am 28.11. im Museum vorgestellt. Zur Einführung referierte der Technische Beigeordnete, Reinhard Molt, über die jüngere Entwicklung der Olgastraße. Das erste Sanierungsgebiet in Grunbach nach Einführung des Städtebauförderungsgesetzes 1971 wurde schon 1972 im Bereich Oster-/Olgastr. ausgewiesen. 19 meist alte Ackerbürgerhäuser mit alter Bausubstanz und schwierigen Eigentums- und Nutzungsrechten wurden von der Gemeinde aufgekauft und wichen im Lauf der 1970er Jahre Geschäfts-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Die staatliche Förderquote lag damals bei 50 v.H. Wohnten früher 31 Personen im Umlegungsbereich, so waren es nachher 85. Bereits um 1960 hatte sich mit dem Abbruch des "Pappelschlössles" und der neuen Nutzung durch die Darlehenskasse (Volksbank) der südliche Bereich verändert. Jetzt ist dort mit dem Reinhold-Maier-Platz ein guter Abschluss gelungen. Erläutert wurde auch die Sanierung der Geb. 56 (Ecke Olga-/Staigstr.) und 41 (Olgastift).

Anschließend berichtete Hermann Kull von seinen interessanten Recherchen für das inzwischen vierte ortsgeschichtliche Buch und führte den etwa 40 aufmerksamen Zuhörern in der Ausstellung "Zeitspiegeleien" den Wandel der Olgastraße "bildhaft" vor Augen.

Bei einem kleinen Imbiss klang der Abend unterhaltsam und gemütlich aus.

Der herzliche Dank des Museumsvereins gilt Herrn Molt, für seinen fundierten Vortrag und dem Ehepaar Kull für das im Greiner-Verlag herausgegebene Buch, dessen Erlös auch dem Verein zugute kommt.

I. Fischer

24.9.11

Auf historischer Spurensuche unterwegs

Mit einem Rundblick über die Staig, von wo aus Grunbach einst besiedelt worden war, begann Hermann Kull seine Führung, die er unter das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals "Romantik - Realismus - Evolution" stellte. Anschaulich beschrieb er die Entwicklung der nord-östlich der Dionysius-Kirche gelegenen Urbesiedelung, die Geschichte des Lorcher Hofs, des Pfeifferleshofs sowie der Gebäude neben der Kirche, die sich vor der Reformation in Württemberg im Jahr 1534 im Kirchgut befanden. Vom Startpunkt an der hinteren Kirchenmauer aus war auch die Brunnengasse zu sehen, an deren oberem Ende vermutlich die Burg des um 1075 urkundlich erwähnten Buobo de Gruenbach stand.
Dann ging es weiter über die Lindenstraße ("Katzenöhrn") zum Heinkelbrunnen. An der Wegkreuzung zwischen den Weinbergen, den Buoäckern und der Buchklinge lag in früheren Zeiten ein kleines Dörflein mit 5 Wohnhäusern. Von der Buchklinge aus, am romantisch gelegenen Mühlenteich vorbei, führte der Weg hinab in die Staig. Dabei vermittelte Hermann Kull die Geschichte der Grunbacher Mühlen und deren Besitzer ebenso anschaulich wie die Geschichte der dort seit 1840 ansässigen Nazarenergemeinschaft. Deren Devise "heiraten ist gut, nicht heiraten ist besser" war wohl mit ein Grund dafür, dass die Mitglieder in der Mitte des letzten Jahrhunderts ausgestorben sind.
Nach 1½ Stunden trafen dann die 60 Teilnehmer des Ortsrundgangs hochzufrieden im Hof des Museums ein, wo sie sich vom Museumsverein mit Kaffee und Kuchen bewirten lassen und ihre neu gewonnenen Kenntnisse miteinander besprechen konnten. Viele rundeten dann den geschichtsträchtigen Nachmittag noch mit einem Museumsbesuch ab.

Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins und der Museumsverein Remshalden bedanken sich beim Ehepaar Kull ganz herzlich für den fundiert zusammengestellten und spannend gestalteten Geschichtsvortrag. Man darf sich auf eine Fortsetzung am 16.9.2012 freuen.
Übrigens: Im Museumsshop können die Veröffentlichungen von Hermann und Rosemarie Kull erworben werden.

Sommerferien

Ratespiel mit den Museumsmäusen

an allen Feriensonntagen, von 14 - 17 Uhr im Museum Remshalden, Schillerstraße 48

2. Mai

Mitgliederversammlung
im Landgasthof Hirsch, Grunbach

4.2. bis 27.3.11

"Fachwerk allerorten - Bauliches Erbe im Rems-Murr-Kreis" bis 27. März

Die Wanderausstellung der AGAMUS (AG der Archivare und Museen im Rems-Murr-Kreis), die nach ihrem Auftakt im Landratsamt ihre Reise durch den Landkreis im Museum Remshalden begann, will die hiesige, traditionelle Bauweise stärker ins Bewusstsein rufen. Sie verdeutlicht, was für eine enorme handwerkliche Leistung in den exakt gezimmerten, formschönen und altersbeständigen Häusern steckt. Details an der jahrhundertealten Bausubstanz verraten oft noch viel über das Alter der Gebäude, über Beruf und gesellschaftliche Stellung ihrer einstigen Bewohner. Schließlich zeigt sie, dass man auch heute hervorragend in einem alten Fachwerkhaus wohnen kann. Ein Ziel der Ausstellung ist es auch, den sensiblen Umgang mit historischem Fachwerk zu fördern.

2010
11.11.

Autorenlesung zur Sonderausstellung "20 Jahre Deutsche Einheit" im Museum Remshalden

Der in Weinstadt lebende Autor, Rolf A. Götte, 1940 in Berlin geboren, veranschaulicht in seinem Werk "Tod am Kap Arkona" die Befindlichkeiten der Menschen in Ost- und Westberlin und hebt Sachzwänge hervor, unter denen in der Zeit des Kalten Krieges und danach in der BRD und der DDR gelebt wurde. Fast alle Begebenheiten hat er persönlich erlebt. Historische, politische und kulturelle Geschehnisse in der zweigeteilten Stadt Berlin sowie der BRD und der DDR mit politisch völlig unterschiedlicher Prägung werden in diesem Roman in die Erinnerung zurückgerufen.

Juli 2010 bis
Jan. 2011

Sonderausstellung im Museum

"20 Jahre Wiedervereinigung"
Ausstellung des Kreisarchivs Rems-Murr

12.9.

Tag des offenen Denkmals
Historischer Rundgang durch Grunbach, Ehepaar Kull
Treffpunkt: 14.30, Reinhold-Maier-Platz
Wir beteiligen uns an der Veranstaltung des Schwäbischen Albvereins

Abschluss mit einer kleinen Bewirtung im Museumshof

16.4.

29.4.

Sonderausstellung "Die Dichter und der Wein" vom 28.3. bis 13.6.

Begleitveranstaltungen:

Weinprobe in der besonderen Atmosphäre unserer Sonderausstellung. Weinbaumeister Hermann Frank kredenzt zehn erlesene Weine aus Remshalden.
1000 Jahre Weinbau im Remstal - Keltern und Schildwirtschaften. Vortrag von Hermann und Rosemarie Kull

2009

Eröffnung am 13.9.09

 

 

 

 

 

 

Museum Remshalden
Heimat Wirtschaft Heinkel

Das Museum Remshalden zeigt im Erdgeschoss einen Querschnitt der Wirtschaftsgeschichte Remshaldens sowie die Geschichte des hier geborenen Flugzeugpioniers Ernst Heinkel.

Im Obergeschoss finden regelmäßig Wechselausstellungen statt.

Als erste Sonderausstellung im Obergeschoss präsentierten wir bis 28.2.10 gemalte Zeitzeugen:

"Pfarr-Scheuer, Schmalzgasse, Pfeifferle..." Ein malerischer Spaziergang durch die Vergangenheit Remshaldens mit Hannel Nitschke-Illg, Grunbacherin und Malerin.

 

2008

Sonntag, 14.9., Tag des offenen Denkmals

Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins veranstaltete einen historischen Rundgang durch den Grunbacher Ortskern und hat dazu auch die Mitglieder und Freunde des Museumsvereins eingeladen.

Der Spaziergang begann am Bürgerhaus, der alten Lorcher Kelter. Dabei gab es Gelegenheit zur Besichtigung des großen Kellers. Weiter ging es über den Kirchplatz, das alte Rat- und Schulhaus bis in die Staigstrasse und wieder zurück zum ehemaligen Olgastift.

Führung: Hermann und Rosemarie Kull. Etwa 60 Teilnehmer erlebten einen sehr interessanten Nachmittag.

MuseumsSommer

LeseAbende

Mo. 23.06.08, 20.30
Rohrbronn, Bädle (bei schlechtem Wetter: Gemeindehaus Rohrbronn)
Bericht und Bilder

MI 02.07.08, 20.30Gemeindehaus Buoch
Bericht und Bilder

Fr. 11.07.08, 20.30
Hebsack, im Garten des Weraheims (bei schlechtem Wetter: Hebsacker Kelter)
Bericht und Bilder

am Donnerstag, 24.4.08

Arbeitskreis Familienforschung -
Führung durch das Archiv der Ev. Landeskirche in Stuttgart-Möhringen

Der Archivar Dr. Finck zeigte uns u.a. die Bestände der Württembergischen Pfarrarchive und erläuterte das Angebot für alle Ahnenforscher an Hand verfilmter Kirchenbücher im Mikrofilm-Lesesaal.

am Donnerstag, 3.4.08, 19 Uhr im Landgasthof Hirsch in Grunbach

Mitgliederversammlung Bericht

Do. 21.02.08, 19.30 Uhr
Bürgertreff in Geradstetten
Fronäckerstraße 1

Arbeitskreis Familienforschung Hermann und Rosemarie Kull
Gemeinderatsakten sowie Inventuren und Teilungen als ergänzende Quellen für den Familienforscher

2007

Mi. 14.11.07, 19 Uhr,
Ev. Gemeindehaus Kelter

Glockengasse 5
in Geradstetten

"Kirchenbücher - auch als historische Quelle" Vortrag von Dorothea Reuter, Ev. Landeskirchliches Archiv

Unter Kirchenbücher versteht man Tauf-, Ehe- und Sterberegister, die vom Pfarrer einer Kirchengemeinde angelegt wurden. Diese Register beginnen schon im 16. Jahrhundert, die meisten jedoch erst nach dem 30-jährigen Krieg. Sie wurden in Deutschland 1876 durch das Personenstandsgesetz der staatlichen Standesämter abgelöst. Kirchenbücher sind für Familienforscher eine überaus wichtige Datenquelle. Oft enthalten sie die einzige zuverlässige Aufzeichnung von Personen der vergangenen Jahrhunderte, da die Erfassung unabhängig von Stand und Geschlecht erfolgte. Die Eintragungen geben jedoch nicht nur Aufschluss über persönliche Lebensdaten sondern auch interessante Einblicke in die historischen Gegebenheiten von Zeit und Ort.

Diesen Aspekt der Kirchenbücher stellte die Referentin, Dorothea Reuter vom Ev. Landeskirchlichen Archiv, in den Vordergrund ihres Vortrags. Sie vertiefte das Thema durch Beispiele aus hiesigen Kirchenbüchern und ließ damit gleichzeitig Ortsgeschichte lebendig werden. Im Anschluss an den Vortrag beantwortete Dorothea Reuter Fragen.

Freitag, 12. Oktober 2007


Bild 1 - Bild 2 - Bericht

Remshaldener Hausgeschichten
Schillerstraße 43, Grunbach
das ehemalige Gasthaus "zum Elefanten"
- 18.00 Uhr
Anbringung der diesem Haus verliehenen Plakette "Beispielhaftes Bauen"
durch den Architekten Rolf Fuhrmann
Möglichkeit zum Rundgang
- 19.00 Uhr, im Bürgersaal, Kelterstraße 1, Grunbach
Geschichte des Hauses: Hermann und Rosemarie Kull
Bericht über die Sanierung des Gebäudes: Architekt Rolf Fuhrmann

MuseumsSommer 2007

 

Mo. 18.06.07, 20.30 Uhr
Hebsack, im Garten des Weraheims
Bericht mit Bildern
Mi. 27.06.07, 20.30 Uhr
Rohrbronn, Bädle
bei schlechtem Wetter im Gemeindehaus Rohrbronn
Bericht mit Bildern
Fr. 06.07.07, 20.30 Uhr
Gemeindehaus Buoch
Bericht mit Bildern
Mi. 25.04.07, 17.00 bis 20.15 Uhr PC-Raum der Hauptschule in Geradstetten Familienforschung über das Internet. . . . Teil 2 Arbeitskreis Familienforschung
Fortsetzung des Kurses vom 18.4.07
Anmeldung ist erforderlich s.o.
19.04.07 Mitgliederversammlung Bericht
Mi. 18.04.07, 17.00 bis 20.15 Uhr
PC-Raum der Hauptschule in Geradstetten

Einführung in das Stammbaumprogramm PAF
Hermann Kull . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Teil 1 Arbeitskreis Familienforschung

(Tel. 07151/75686 oder hermann.kull@email.de)

18.01.07 "Die Geschichte meiner Vorfahren"
Kurzreferat Werner Oettle
Erfahrungsaustausch/Arbeitskreis Familienforschung
2006  
15.11.06
Bildvortrag von Michael Dörner
Die Burg Grunbach und ihre Adels-bzw.Lehensmänner
Bericht, Plakat
So 17.09.06
Festzug Feuerwehr - Bilder 1 2 3 4 5 6 7 8

MuseumsSommer

Mo 19.06.

Mi 28.06.

Do 06.07.

Do 13.07.

Fr 21.07.

Berichte/ Bilder >>>

LeseAbende in Remshalden -

Geradstetten, ev. Kirchgarten

Hebsack, Garten Weraheim

Rohrbronn, Gemeindehaus

Buoch, Terrasse Gemeindehaus

Grunbach, Schulhof Grundschule

Dank an alle Mitwirkenden

am 3.6.06

Kunst - Kultur - Natur Tagesfahrt mit Bus auf die Reutlinger Alb und nach Bad Urach

Abwechslungsreich und trotzdem gemütlich - so kann man den gemeinsamen Ausflug des Schwäbischen Albvereins und des Museumsvereins Remshalden am Pfingstsamstag zusammenfassend beschreiben. Herrliche Aus- und Rundblicke über die Albhochfläche bis hin zum Schwarzwald und zum Schönbuch boten sich auf den jeweils etwa einstündigen Spaziergängen über den Imenbergweg am Urselhochberg, zum Mädlesfels und zum Aussichtsturm Hohe Warte. Unter sachkundiger Begleitung von Waltraud Klumpp konnten detaillierte Einblicke in die Pflanzenvielfalt der naturgeschützten Einmähderwiesen gewonnen werden. Kunst und Kultur gab es dann ausgiebig bei einer Führung durchs landes- und kunstgeschichtlich interessante Residenzschloss in Bad Urach, einer Außenstelle des Württembergischen Landesmuseums. Nicht nur das unerwartet gute Wetter sondern vor allem auch die perfekte
Planung und Organisation von Oskar Klumpp trugen dazu bei, dass alle 36 Teilnehmer rundum zufrieden waren.

Fotos: 1 2 3 4 5

am 3.5.06

Arbeitskreis Familienforschung / Erfahrungsaustausch
Thema: "Suche nach genealogischen Daten im Internet"
Hermann und Rosemarie Kull, Tel. 07151 75686

vom 11.2.-17.4.06

Berichte/ Bilder >>>

 

Sonderausstellung mit Begleitprogramm

Seligkeit und Verdammnis
Der Pietismus im Württemberg des 19. Jahrhunderts

Ausstellung
Volkskundliche Vorträge
Predigtreihe der evangelischen Pfarrer
Nachlese und Dank

4.4.06, 19 Uhr, Landgasthof Hirsch, Grunbach

Mitgliederversammlung

25. Januar 2006

Arbeitskreis Familienforschung / Erfahrungsaustausch
Thema: "Kirchenbücher als wichtigste Quelle für den Familienforscher"
Hermann und Rosemarie Kull, Tel. 07151 75686

2005
24.11.05

David Wolleber (1555 - 1597)
Geschichtsschreiber, Armenfürsprecher und Verfolgter
Bildvortrag von Michael Dörner

10.11.05

Familienforschung
"Lager- und Steuerbücher" als interessanter Quelle für den Familienforscher"
Hermann und Rosemarie Kull, Tel. 07151 75686

11.9.05
Tag des offenen Denkmals
Historischer Ortsrundgang in Geradstetten mit Hans Rilling
 

MuseumsSommer

Berichte/ Bilder >>>

LeseAbende

Mo 20.06. Grunbach im Schulhof Grundschule
Di 28.06. Geradstetten im ev. Kirchgarten
Mi 06.07. Hebsack im Weraheim
Do 14.07. Rohrbronn im Bädle
Fr 22.07. Buoch im Gemeindehaus

 

Sa 21.05.

"Kunst-Kultur-Natur" Tagesfahrt mit Bus nach Nürnberg Stadtbesichtigung und Besuch des Germanischen Museums jeweils mit Führungen. Dazwischen Einkehr in der "ältesten Wurstküche der Welt". Veranstalter: Schwäbischer Albverein u. Museumsverein

am 20.4.05
Arbeitskreis für Familienforscher
am 4.4.05
Mitgliederversammlung in der SV-Gaststätte, Stegwiesen, Geradstetten

01. - 24.03.05
Öffnungszeiten des Rathauses
Mo, Di, Do Fr 8.30 - 12.30 Uhr
Di 15 - 19 Uhr

"Römer im Rems-Murr-Kreis" Ausstellung im Rathaus Geradstetten

Wanderausstellung der Arbeitsgemeinschaft der Archivare und Museumsleiter im Rems-Murr-Kreis (AGAMUS)
Konzept und Herstellung: Verlag Bernhard A. Greiner, Remshalden

am 12.3.05

"Woher Schiller stammt - Grunbacher Spuren in Schillers Stammbaum"
mit Bildern und Texten um den jungen Schiller

Vortrag mit Power-Point-Präsentation und Lesung

Es wirkten mit: Hermann Kull, Genealogie; Walter Kern, Lesung;
Gabriele Härle, Klavier

Artikel im Mitteilungsblatt Nr. 11/2005 der Gemeinde Remshalden

2004
am 5.12.04

Unser Stand auf dem Weihnachtsmarkt in der Alten Kelter in Geradstetten:

Bei uns gibt es ein Museumsquiz, Glühmost, Anisbrot und natürlich bieten wir auch unsere Kirchenführer sowie das Buch von Rudolf Seibold zu Kauf an.

Gewinner des Museumsquiz

am 25.11.04, 19 Uhr
im Bürgersaal, Kelterstr. 1,
Remshalden-Grunbach

Johannes Molitor de Gruonbach, (ca 1415 bis 1487),
Dekan des Landkapitels Grunbach-Schmiden-Cannstatt
Vortrag von Michael Dörner

am 7.10.2004
19.30 Uhr im Treffpunkt im Bürgerhaus, Kelterstr. 1, Remshalden-Grunbach

Familienforschung - Vom Kirchenbuch zum Internet
Einführung in die Genealogie

Vortrag von Hermann und Rosemarie Kull

Eröffnung: am 10.9.

Führungen mit Hans Rilling zur Geschichte der Kartographie: am "Tag des offenen Denkmals" 12.9.

Ende: 31.10.04

 


Sonderausstellung
im Bürgerhaus, Kelterstr.1, Remshalden

"Die Ämter an Rems und Murr im Spiegel historischer Karten"

Eine Sonderausstellung des Museumsvereins Remshalden e.V.
mit freundlicher Leihgabe des Kreisarchivs Rems-Murr-Kreis und einer musealen Erweiterung für Remshalden mit Leihgaben von Walter Hasert und Hans Rilling

MuseumsSommer

Berichte/ Bilder >>>

Leseabende Dauer ca. 1 Std Beginn jeweils 20.30 Uhr

Mo 21.6. Buoch, am Wasserturm
Di 29.6. Grunbach, Innenhof Bürgerhaus
Mi 07.7. Geradstetten, Garten der Konradskirche
Do 15.7. Hebsack, Garten des Weraheims
Fr 23.7. Rohrbronn, im Bädle

Bei uns lesen Bürgermeister, Pfarrer u.v.a.m. aus einem Buch ihrer Wahl.
Sie hören auch Mundart, Gedichte, Sagen, Märchen ...

..und wenn Sie mögen, genießen Sie mit uns danach noch einen kühlen SommerAbendSchlummerTrunk.

20.06. Straßenfest in Grunbach mit Holunderblütendrink und Museumsratespiel "Berufe raten"

Di 23.3.04

19 Uhr

Autorenlesung, Oberbürgermeister a.D. Manfred Rommel
Festsaal der Grundschule Geradstetten - Eintritt 5 € -

2003 bis 2001

30.11. bis 7.12. 2003
im Museum im Olgastift
"Weihnachtsland Erzgebirge", Räuchermännchen-Ausstellung
mit Verkauf am 7.12. ab 16 Uhr
am 2.11. und am 16.11.2003 im Museum im Olgastift letzte "normale" Öffnungen, anschließend beginnt die Räumung des Museums
21.11.2003, 19.30 Bürgersaal, Grunbach

"Aus der Geschichte des Olgastifts" Vortrag von Michael Dürr
mit Lieselotte von Scheibner, der letzten Oberin des Olgastifts

23.10.2003, 19.30 Uhr,

im Bürgersaal in Remshalden-Grunbach

Heitere und besinnliche Geschichten und Gedichte
Vortragsabend mit Rudolf Seibold

Im Mittelpunkt des Vortrags standen Gedichte des Heimatdichters Gottfried Seibold. Aber auch Anekdoten und Sprüche aus dem neuen Heft "Des hot schau mai Vaddr gsait" haben an diesem Abend nicht gefehlt
Der im vergangenen Monat in unserer Heft-Reihe "Remshaldener Ortsgeschichte/n" erschienene Band kann bei den Veranstaltungen des Museumsvereins, im Buchhandel oder im Verlag Dr. Bernhard Albert Greiner in der Olgastr. 13, Grunbach (Tel. 07151/276645) gekauft werden.

14.9.2003, 14:00 Uhr Tag des offenen Denkmals Besichtigung der Kirche in Hebsack mit Herrn Jürgensmeyer

15.6. bis 20.7.2003

Sonderausstellung "Alte Bibeln aus Remshalden", Eröffnungsveranstaltung am 15.6.2003, 11:15 Uhr im Bürgersaal Kelterstraße 1, Grunbach

17.6.2003

Außerordentliche Mitgliederinformation aus Anlass der vorsorglichen Kündigung des Museumsgebäudes,19 Uhr Treffpunkt im Bürgerhaus, Grunbach

21./22.06. Straßenfest in Geradstetten, Stand u.a. mit Museumsratespiel, Waffeln und Most
17.05. Kunst-Kultur-Natur in der Pfalz Tagesfahrt mit dem Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Remshalden (Die Reise ist ausgebucht)
23.3.03 bis 18.5.03 Sonderausstellung im Museum im Olgastift Fossilien im Remstal
17.05. Kunst-Kultur-Natur in der Pfalz Tagesfahrt mit dem Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Remshalden

Samstag, 5.4.03, 13.30 Uhr

Wanderung auf dem geologischen Pfad von Grunbach nach Buoch

Mittwoch, 2.4.03, 19 Uhr

 

Mitgliederversammlung in der Vereinsgaststätte SV Remshalden, Stegwiesenweg 1, Geradstetten
23.11.2002

Lichtbildervortrag über das ehemalige Fürstentum Siebenbürgen und das Banat, Reinhard Brakhage, Geradstetten

08.09.2002

Tag des offenen Denkmals
Historischer Ortsrundgang im Geradstettener Ortskern mit Hans Rilling, Geradstetten

19.06.2002

Vortragsreihe Remshaldener Ortsgeschichte(n)
Frisiertes und Unfrisiertes aus Geradstetten, Hans Rilling

21.04.2002 Heimatkundlicher Nachmittag
07.02.2002

Vortragsreihe Remshaldener Ortsgeschichte(n)
Des hot schau mei Vadder gsait, Rudolf Seibold

18.10.2001 Vortragsreihe Remshaldener Ortsgeschichte(n)
Buoch - Die Warte im Remstal, Karl Apel
01.07.2001 Buchvorstellung
Wölfe heulen durch die Nacht, Gerlinde Göhringer
24.03.2001 Exkursion zur großen Troia-Ausstellung

 

 

 

 

 

 

 

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Letzte Änderung:13.02.2016